Studien zur Deponierung von Abfällen

Nicht vermeid- oder verwertbare Abfälle bedürfen einer umweltgerechten Entsorgung. 

Studie „Standortbezogene Kriterien zur Beurteilung der Umweltverträglichkeit von Deponieemissionen unter dem Aspekt der Nachsorgedauer (SKUDENA)“

In diesem Forschungsprojekt wurden Prognosemodelle für die Deponieemissionen, die Funktionsdauer von technischen Barrieren und die Ausbreitung von Schadstoffen in der Deponieumgebung erarbeitet. Damit konnte eine Bewertungsmethode entwickelt werden, welche an drei konkreten österreichischen Deponien getestet wurde. Die Nachsorgedauer bei Hausmülldeponien wird im Normalfall jene Zeiträume, welche zur Berechnung der Sicherstellung heranzuziehen sind, bei weitem übersteigen. Die Bewertungsmethode ermöglicht Aussagen über die im Einzelfall zu erwartende Dauer der Nachsorgephase, sodass auch die Auswirkung verschiedener Nachsorgestrategien abgeschätzt werden kann. Damit sollte ein nützliches Werkzeug für Behörden, Ingenieurbüros und Deponiebetreiber zur Verfügung stehen. 

Studie "Deponieoberflächenabdeckungen"

Oberflächenabdeckungen von Deponien haben neben der Minimierung des Sickerwasser­eintrages eine Reihe von weiteren Anforderungen zu erfüllen, besonders bei Deponien, in welchen Abfälle mit hohen biologisch abbaubaren Anteilen abgelagert wurden. Die vorliegende Studie stellt dar, welche Abdecksysteme sich unter welchen Rahmenbedingungen eignen und bietet somit eine Hilfestellung für Deponiebetreiber, Planer und Amtssachverständige. Es werden die Einsatzbereiche in Abhängigkeit der Standortfaktoren, Vor- und Nachteile sowie Kosten beschrieben.

 

Studie "Bestandsaufnahme über Aufkommen und Behandlung von Deponiesickerwasser ausgewählter österreichischer Deponien"

In der vorliegenden Studie wurden das Aufkommen, die Zusammensetzung, die Arten und die Kosten der Behandlung von Deponiesickerwasser in Österreich erhoben.

Studie „Grundlagen für die Festlegung von Randbedingungen bei Alterungstests“

Gemäß Deponieverordnung 2008 kann das Einhalten der Eluatgrenzwerte für stark alkalische Rückstände aus thermischen Prozessen auch nach einem „Alterungs­versuch“ nachgewiesen werden. Die vorliegende Studie wurde mit dem Ziel erarbeitet, die für eine Normung erforderlichen Grundlagen zu liefern. Weiters wurde das Alterungsverhalten von MVA-Schlacken,  von Aschen aus der Wirbelschichtfeuerung und  von  Biomasse-Aschen sowohl im Labor als auch auf der Deponie näher untersucht.

Studie: „Erfasste Deponiegasmengen auf österreichischen Deponien – Zeitreihe für die Jahre 2002 bis 2007“

Für diese Studie wurden insgesamt 50 Standorte untersucht, wobei auch größere außer Betrieb gegangene Deponien mit eingeschlossen waren. Neben den erfassten Deponiegasmengen wurden die Methankonzentrationen und die Art der Behandlung bzw. Verwertung erhoben.

  

Studie „Vergleich und Evaluierung verschiedener Modelle zur Berechnung der Methanemissionen aus Deponien“

Die Berechnung von Methanemissionen aus Deponien ist sowohl für die nationale Treibhausgasinventur als auch für das Schadstoffemissionenregister wesentlich.
In der vorliegenden Studie werden die gebräuchlichen Modelle und die Annahmen für die Input-Parameter dargestellt (z.B. der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Abfall oder das Ausmaß und die Geschwindigkeit des biologischen Abbaus). Die Unterschiede werden an Hand von Beispielen dargestellt. Im Ergebnis werden Vorschläge für die zukünftige Berechnung der Treibhausgasemissionen gebracht, welche die österreichische Situation am besten widerspiegeln.

 

Studie „Deponieverhalten von mechanisch-biologisch vorbehandelten Abfällen – Modelldeponie Allerheiligen“

Zur Untersuchung des Deponieverhaltens von mechanisch-biologisch vorbehandelten Abfällen (Rottefraktion aus Restmüll und Klärschlamm mit einem Brennwert von etwa 6000 kJ/kg TM) wurden im Jahr 1998 vier Großlysimeter mit je 5 x 5 x 4 m auf der Deponie Allerheiligen/Mürztal errichtet. Es wurde die Bildung und Zusammensetzung von Sickerwasser und Deponiegas untersucht. Im Sommer 2003 wurden zwei Versuchs­kompartimente schonend geöffnet und die so über 5 Jahre unter Deponiebedingungen gelagerten Abfälle beprobt.  

Studie "Methanemissionen aus Deponien - Bewertung von Messdaten"

Da diffuse Methanemissionen aus Deponien nur mit sehr hohem Aufwand gemessen werden können, wird meist auf eine Berechnung mit Gasbildungsmodellen zurückgegriffen. Mit dieser Arbeit wurden die Ergebnisse von Berechnungen mit einer größeren Anzahl von realen Messergebnissen aus österreichischen und internationalen Studien in Beziehung gebracht. Es zeigte sich, dass aussagekräftige Vergleiche und Diskussionen auf der Basis von Emissions­raten in Normalkubikmeter pro Stunde möglich waren, welche durch mehrere Sensitivitäts­analysen ergänzt wurden.

„Methode zur Bestimmung der Gasentwicklung alkalischer Abfälle“

Stark alkalische Rückstände aus thermischen Prozessen können bei Kontakt mit Wasser eine merkliche Gasentwicklung zeigen, insbesondere Wasserstoffgas bei Vorliegen von metallischem Aluminium. Daher schreibt die Deponieverordnung die Untersuchung der Gasentwicklung vor. Da es bisher keinen Test mit sicher reproduzierbaren Ergebnissen gab, wurde die Erarbeitung einer ÖNORM in Angriff genommen. Die dafür noch fehlenden theoretischen und experimentellen Grundlagen konnten in der vorliegenden Studie anhand der Abfälle MVA-Schlacke, aufbereitete MVA-Schlacke und Filterstaub behandelt werden.

Veröffentlicht am 16.09.2014