Fakten zu Einwegtragetaschen

Tragtaschen werden oft nur wenige Minuten verwendet, um einen Einkauf nach Hause zu tragen.

Wieviel Plastiksackerl fallen in Österreich an?

In Österreich fallen jährlich zwischen 5.000 bis 7.000 Tonnen Kunststofftragetaschen an, das entspricht etwa 0,01% aller Abfälle oder etwa 0,8 kg pro Einwohner und Jahr. Damit liegt Österreich vergleichsweise bei der Vermeidung bzw. Reduktion schon jetzt im europäischen Spitzenfeld. 

 

Was passiert mit den Tragetaschen?

Die in Österreich als Abfall anfallenden Tragetaschen werden grundsätzlich getrennt gesammelt oder gemeinsam mit dem Restmüll entsorgt. Anschließend werden die Tragetaschen umweltgerecht verwertet: Entweder stofflich, z.B. als neues Kunststoff- oder Papierprodukt, oder thermisch als Strom bzw. Wärme.

 

Warum werden Plastiksackerl nicht verboten?

Ein generelles Verbot der Kunststofftragetaschen ist nicht zweckmäßig. Plastiksackerl sind aus Hygienegründen, z.B. für Fleisch oder Fisch, sinnvoll. Auch aufgrund der hohen Bereitschaft der Bevölkerung zur Sammlung und ordnungsgemäßen Entsorgung von Abfällen und der gut funktionierenden Abfallwirtschaft ist ein absolutes Verbot nicht notwendig.

 

Sind Bio-Tragetaschen eine bessere Alternative?

Ein Vorteil der biologisch abbaubaren Tragetaschen ist, dass sie zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden. Allerdings enthalten sie derzeit einen Erdölanteil von bis zu 50% und müssen - um die gleiche Reißfähigkeit wie konventionelle Plastiksackerl zu erreichen - dickwandiger erzeugt werden und verbrauchen somit mehr Ressourcen. Bio-Sackerl sind zwar grundsätzlich kompostierbar, enthalten aber keinerlei Nährstoffe für die Pflanzen und bieten daher keinen besonderen Nutzen für den Kompost. Biosackerl eignen sich gut für die Lagerung von Obst und Gemüse, Brot und Gebäck (längere Haltbarkeit).

Veröffentlicht am 17.01.2017, Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung (Abteilung V/6)