„Verpackungsrichtlinie Kunststofftragetaschen“

Seitens der EU wurde in der Verpackungsrichtlinie die Möglichkeit geschaffen, nationale Maßnahmen zur Reduktion von Kunststofftragetaschen zu ergreifen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  1. Die Maßnahmen der Mitgliedsstaaten gelten für Tragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 0,015mm und 0,05mm: Entweder

  • das Erreichen eines Ziels von maximal 90 leichten Kunststofftragetaschen/EW/Jahr mit Ende 2019 bzw. 40 Taschen/EW/Jahr mit Ende 2025 oder

  • das Verbot der unentgeltlichen Abgabe der Tragetaschen beinhalten (oder beides). (Art 4 Abs. 1a)

2.  Für Tragetaschen unter 0,015mm bzw., über 0,05mm können die Mitgliedstaaten verpflichtende Maßnahmen (Maßnahmen oder Verringerungsziele, Art 4 Abs. 1b der RL) setzen.

 

3. Die Europäischen Kommission (EK) muss u.a. binnen zwei Jahren über die sehr dünnen Kunststofftragetaschen einen Bericht und erforderlichenfalls einen Legislativvorschlag vorlegen.

 

4. Die Berichterstattung der Mitgliedsstaaten zum jährlichen Verbrauch wird vereinfacht und soll auf Basis eines von der EK erarbeiteten Berechnungsmodell und Berichtsformat erfolgen.

 

5. Zur Kennzeichnung von bioabbaubaren und kompostierbaren Tragetaschen soll es harmonisierte Vorgaben geben. (Verpflichtung für die EK zur Vorlage eines Durchführungsrechtsaktes für die Kennzeichnung von biologisch abbaubaren Plastiksackerl).

Veröffentlicht am 17.01.2017, Abfallvermeidung, -verwertung und -beurteilung (Abteilung V/6)