Großanfallstellenregister

Im Folgenden werden die Voraussetzungen zur Eintragung einer Großanfallstelle im gleichnamigen Register dargestellt.

Voraussetzungen:

Voraussetzung für die Eintragung als Großanfallstelle ist, dass zumindest eine der folgenden Mindestmassen an Verpackungen, die im Rahmen und für Zwecke dieses Betriebes anfallen, jeweils im Kalenderjahr überschritten wird (§ 15 Verpackungsverordnung 2014).

Mindestmassen je Packstoff im Kalenderjahr:
Papier, Karton, Pappe und Wellpappe 80 t
Glas 300 t
Metalle 100 t
Kunststoffe 30 t

Beantragung:

Inhaber von Betriebsstätten können - bei Erfüllung der obigen Voraussetzung - unter Anschluss von Daten über die zu erwartenden anfallenden Verpackungsmassen (gegliedert nach Packstoffen) für das nächstfolgende Kalenderjahr, die Eintragung in das Großanfallstellenregister beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Abt. V/6, Fr. ADir RgR Andrea Ganner, beantragen.

 

Pflichten und Jahresmeldung:

Inhaber von Großanfallstellen haben sicherzustellen, dass eine innerbetriebliche Erfassung und Wiederverwendung oder Verwertung der anfallenden Verpackungen gewährleistet ist und jährlich bis Ende März des Folgejahres eine Meldung über das vergangene Kalenderjahr gemäß Anhang 3 der Verpackungsverordnung erfolgt.

Die anfallenden Verpackungen sind im Falle der Verwertung, soweit dies nicht unverhältnismäßig ist, zu recyclen.
 

Registerabfrage:

Die Rechtswirksamkeit der Eintragung, Änderung oder Streichung tritt jeweils mit Beginn des nächstfolgenden Kalenderquartals ein.

Großanfallstellen können Sie im Großanfallstellenregister des eRAS abfragen: Registerabfrage -> Verpackung Großanfallstellen

Veröffentlicht am 11.01.2018