Industrieemissionsrichtlinie

Mit der Industrieemissionsrichtlinie sind 7 separate EU-Richtlinien (IPPC, Abfallverbrennung, ...) zusammengefasst worden.

Mit der Richtlinie über Industrieemissionen (RL 2010/75/EU) sind sieben separate EU-Richtlinien (IPPC, Großfeuerungsanlagen, Abfallverbrennung, 3xTitandioxid, VOC-flüchtige organische Verbindungen), die für Industrieemissionen gelten, in einer einzigen Richtlinie zusammengefasst worden. Die inhaltlichen Voraussetzungen dieser Richtlinien wurden als Mindestanforderungen als eigene Abschnitte (Kapitel III-VI) in die neue RL eingefügt.

Ziel war vor allem die stärkere Verbindlichkeit der Merkblätter zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) für bestimmte Industriesektoren (z.B. Energiewirtschaft, Abfallbehandlung, chemische Industrie). Die sogenannten BVT-Schlussfolgerungen werden im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Industrieemissionsrichtlinie wurde in Österreich in verschiedenen Gesetzen auf Bundes- und Landesebene umgesetzt (im Bereich des BMNT z.B. Abfallwirtschaftsgesetz oder Immissionsschutzgesetz-Luft).

Weiterführende Informationen:

https://secure.umweltbundesamt.at/edm_portal/cms.do?get=/portal/informationen/ie-richtlinie-und-ippc-anlagen.main

Im Moment ist gerade ein EU-weites Register u.a. zu Anlagen, die der Industrieemissionsrichtlinie unterliegen, im Aufbau (die Berichtspflicht für die Daten aus 2018 läuft noch bis ende September 2019)

EU Registry on Industrial Sites - ROD - Eionet

Veröffentlicht am 12.07.2019, Anlagenbezogener Umweltschutz, Umweltbewertung und Luftreinhaltung (Abteilung I/1)