Endbericht NanoRate - Darstellung von Nutzen und Risiken von Nano-Produkten

Der ökologische Nutzen von nanotechnologischen Produkten und Anwendungen wird immer wieder behauptet.

Vorteile werden etwa in der Einsparung von Ressourcen und Energie bei Herstellung und Nutzung als auch in verminderten (toxischen) Emissionen gesehen.

Für Nanoprodukte ist es schwierig, Risiken und Folgewirkungen zu prognostizieren, da für Nanopartikel Dosis-Wirkungsbeziehungen unzureichend erforscht und somit die potenziellen Gefahren für Mensch und Umwelt noch nicht abschätzbar sind. 
 
Erfahrungen mit der Nachsorge früherer Produktinnovationen – Beispiele sind etwa Asbest, DDT oder FCKWs – zeigen, dass neuartige Technologien einer den Gestaltungprozess begleitenden Analyse und Bewertung bedürfen, auch und gerade wenn das Wissen über zu erwartende Wirkungen lückenhaft ist. 
 
Als Beitrag für eine vorsorgeorientierte Technikgestaltung wurden im Projekt NanoRate am Markt verfügbare bzw. marktreife Produkte im Anwendungsbereich Nano-strukturierte Oberflächenbeschichtungen auf Glas und Holz Risiken und Umweltnutzen untersucht. NanoRate berechnete bzw. bewertete in zwei Fallbeispielen den Umwelt- und Ressourcennutzen der Nano-Beschichtungen im Vergleich zu herkömmlichen Beschichtungen bzw. zum nicht beschichteten Trägermaterial.
 
Die Ökobilanz ist dabei Methode der Wahl, wenn es darum geht, bei Vergleich von Produkt- und Prozessalternativen über den Lebensweg ökologische Vorteile herauszuarbeiten. Die Methode kann allerdings nicht gesundheitliche Risiken bewerten, wenn die jeweiligen nanoskaligen Bestandteile und die Emissionen als auch Expositionen lokal begrenzt sind.
 
Ziel des Projektes NanoRate ist die Darstellung des Umwelt- und Ressourcennutzens sowie allfälliger Risiken von konkreten Nano-Produkten bzw. Nano-Anwendungen im Vergleich mit konventionellen Produkten bzw. Anwendungen.

Veröffentlicht am 16.10.2014, Chemiepolitik und Biozide (Abteilung V/5)