Chemikalien Leasing in Serbien

Ein neues, innovatives Geschäftsmodell in der chemischen Industrie zeigt, dass Kreislaufwirtschaft funktioniert.

Das Unternehmen FKL erzielt durch die Einführung des Geschäftsmodells „Chemikalien Leasing“ Vorteile für Wirtschafts-, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Darüber hinaus konnte eine enorme Reduktion bei gefährlichem Abfall erreicht werden sowie eine Einsparung von 100.000 € pro Jahr durch einen geringeren Lösungsmittelverbrauch.

Der lokale Hersteller FKL produziert Metallteile wie Lager und Gelenkwellen für die weltweite Automobilindustrie. Die Reinigung von Metallteilen erforderte den Einsatz von jährlich 30 Tonnen Perchlorethylen, ein chloriertes Lösungsmittel, und  FKL produzierte jährlich auch 25 Tonnen gefährlichen Abfall.

Durch den Umstieg auf das Geschäftsmodell „Chemikalien Leasing“  kam es zu einer Zusammenarbeit mit SAFECHEM Europe, einer Tochtergesellschaft von DOW Chemicals und einem deutschen Hersteller hochwertiger Metall-Reinigungsmaschinen, PERO AG. Schließlich wurde ein Fünf-Jahres-Vertrag mit Ravago Chemikalien unterzeichnet, einem lokalen Chemikalienunternehmen, das eng mit SAFECHEM zusammenarbeitet.

Chemikalien Leasing basiert auf einer einfachen, aber leistungsfähigen Idee: Bezahlt wird nicht die Menge der eingesetzten Chemikalien, sondern die Leistung, die durch die Chemikalien erbracht wird. So wird nun nach den Betriebsstunden der Reinigungsmaschine bezahlt und nicht mehr die Menge an Lösungsmittel.

Veröffentlicht am 01.02.2016, Chemiepolitik und Biozide (Abteilung V/5)