Nachhaltiges Heizen lohnt sich

Der Heizkostenvergleich 2018 der Österreichischen Energieagentur zeigt:  Nachhaltige, hocheffiziente Heizsysteme landen im Spitzenfeld, Öl-Brennwertsysteme hingegen auf den hintersten Plätzen.

Die Österreichische Energieagentur hat die Ergebnisse ihres aktuellen Heizkostenvergleichs präsentiert. Unter Berücksichtigung der „Raus aus Öl“-Förderung  teilen sich die nachhaltigen und hocheffizienten Heizsysteme Luft/Wasser-Wärmepumpen, Stückholz und Pellets die Top 3-Plätze der Rangliste. „Dieser unabhängige, praxisnahe Vergleich unterstreicht: Richtiges Heizen spart Geld und schont die Umwelt. Frühe Investitionen in effizientere, nachhaltigere Systeme lohnen sich – sie helfen nicht nur das Klima zu schützen, sondern bringen langfristig auch finanzielle Vorteile. ‚Raus aus Öl‘ ist der richtige Weg!“, kommentiert Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Der Vergleich stellt nicht nur die Brennstoffpreise, sondern sämtliche Kosten der Heizsysteme inklusive Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten gegenüber. Auch die durch das jeweilige Heizsystem verursachten CO2-Emissionen wurden analysiert. Während fossile Rohstoffe immer unberechenbarer und zunehmend teurer werden, sind umweltschonendere Systeme, wie zum Beispiel Pellets, oft verlässlicher und günstiger.

„2018 spielen nachhaltige und hocheffiziente Heizsysteme ihre Stärken voll aus. Weder im Neubau, noch bei sanierten oder unsanierten Gebäuden liegt ein Heizsystem, das fossile Energieträger benötigt, auf Platz 1“, betont Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die Ergebnisse des Heizkostenvergleichs. Öl-Brennwertsysteme landen bei einem charakteristischen Einfamilienhaus sogar auf dem letzten Platz – sowohl im Hinblick auf die Vollkosten als auch bei den reinen Energiekosten.

Sanierung spart bis zu 50 Prozent

Der neue Heizkostenvergleich untermauert auch die hohe Bedeutung der thermischen Sanierung. Unabhängig vom Heizsystem sind die Kosten in einem sanierten Einfamilienhaus um rund 50 Prozent geringer als in einem unsanierten Gebäude. Doch auch aus Gründen des Klimaschutzes macht eine ehestmögliche Sanierung Sinn: „Ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Öl-Brennwertsystem verursacht über 90 Mal so viele CO2-Emissionen wie ein saniertes Haus, das mit Holz beheizt wird. In einem Jahr sind das rund 9.700 Kilogramm CO2“, erklärt Traupmann.

 

Details & interaktive Grafiken

  • Einfamilienhaus saniert und „Raus aus Öl“-Förderung: https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten/mit-foerderung-raus-aus-oel.html
  • Einfamilienhaus unsaniert: https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten/thermisch-unsaniertes-gebaeude.html
  • Einfamilienhaus thermisch saniert: https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten/thermisch-saniertes-gebaeude.html
  • Neubau: https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten/neubau.html
  • CO2-Emissionen: https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten/co2-emissionen.html
  • Grafik Heizsysteme in Österreich nach Energieträgern: https://www.energyagency.at/aktuelles-presse/presse/aktuelle-grafiken.html
  • Energiepreisindex: https://www.energyagency.at/fakten-service/energie-in-zahlen/httpswwwenergyagencyatepi.html
Veröffentlicht am 12.11.2018