Iranisch-Österreichische Zusammenarbeit zu Wasser, Umwelt und Tourismus

Eine Delegation des BMNT reiste Ende September 2019 in den Iran, um den Austausch in den Bereich Wasser, Umwelt und Tourismus weiter voranzutreiben. Thema war beispielsweise die nachhaltige touristische Nutzung von Nationalparks.

Wasser, Umwelt, Tourismus – mit diesen drei Themen beschäftigte sich die österreichische Delegation des BMNT im Rahmen einer Reise in den Iran. Konkret standen in Teheran die erste Arbeitsgruppentagung zu Wasser, die zweite Tagung zu Umwelt und die dritte Tagung zu Tourismus am Programm. Zu allen drei Bereichen hat das BMNT bilaterale Ressortvereinbarungen mit dem Iran abgeschlossen. Ein regelmäßiger Austausch wird daher von beiden Seiten angestrebt.

Die Sitzungen zu Umwelt und Wasser fanden unter dem Vorsitz von Günter Liebel, Chef der Sektion I Umwelt und Wasser, statt. Erst 2018 wurde ein Memorandum of Understanding zwischen Iran und Österreich unterzeichnet und damit bestätigt, dass die Kooperation im Bereich des Wasserressourcenmanagements vorangetrieben werden soll. Die österreichischen und iranischen Expertinnen und Experten aus dem Umweltbereich beschäftigen sich in ihrer Arbeitsgruppensitzung vor allem mit der Frage der Fortführung der Zusammenarbeit im Nationalparkmanagement sowie mit der Luftreinhaltung und der Gewässerverschmutzung. Als konkretes Ziel formulierten sie, anhand eines österreichischen Partner-Nationalparks den Wissenstransfer zur Tourismuskomponente von Schutzgebieten (Entwicklung von Besucherprogrammen, Kooperationen mit regionalen Tourismusverbänden), aber auch zur Ranger-Ausbildung zu vertiefen. Sektionschef Liebel und Viktoria Hasler (Abt. III/6) tauschten sich hierzu unter anderem mit dem Vorsitzenden der iranischen Umweltbehörde aus.

Die Arbeitsgruppentagung Tourismus fand unter dem Vorsitz von Angelika Liedler (Abteilung VII/2 des BMNT) im Tourismusministerium in Teheran statt. Thema dabei war „Nachhaltiger Tourismus und Bergtourismus“. Beide Themenfelder sind sowohl für den Iran als auch für Österreich zentral in der Tourismusentwicklung, insbesondere im ländlichen Raum. Expertinnen und Experten aus beiden Ländern präsentierten ihre jeweiligen Initiativen und Maßnahmen und es fand ein intensiver Austausch zu möglichen Bereichen der engeren Zusammenarbeit statt. Die iranische Delegation zeigte sich besonders interessiert am österreichischen Modell „Urlaub am Bauernhof“ sowie an den Regelungen im Bereich der touristischen Nutzung von Nationalparks. Die Arbeitsgruppentagung wurde mit dem Symposium zu nachhaltiger Tourismusentwicklung am 25. September 2019 komplettiert, das die Österreichische Botschaft gemeinsam mit der Elm o‘ Farhang Universität in Teheran organisierte. Dort leiteten österreichische Expertinnen und Experten, darunter selbstständige Tourismusberater, Vertreter der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft sowie der Naturfreunde, spannende Workshop-Sessions.

Die Zusammenarbeit mit dem Iran zu den drei Themen Wasser, Umwelt und Tourismus soll jedenfalls fortgesetzt werden. Die nächsten Arbeitssitzungen sind 2020 in Wien geplant. Für den Tourismusbereich wurde bereits ein neues Thema gefunden: „Nachhaltige Nutzung von Kulturerbe sowie Klassifizierungssysteme und gewerberechtliche Voraussetzungen für Hotels“.

Foto 1: Unterzeichnung des Wasserprotokolls nach der Sitzung der Arbeitsgruppe.

Foto 2: Austausch zwischen SC Günter Liebel und Isa Kalantari, Vorsitzender des iranischen Umwelt-Departments.

Foto 3: Einblicke in die Arbeitssitzung zum Thema Umwelt.

Foto 4: Gruppenfoto nach der Arbeitsgruppensitzung der iranischen und österreichischen Tourismusexpertinnen und -experten.

Foto 5: Eröffnungsrede durch SC Günter Liebel beim Symposium zum Thema Nachhaltiger Tourismus, das im Anschluss an die drei Arbeitssitzungen stattfand.

Foto 6: Preisverleihung beim Symposium Tourismus.

Foto 7: Erfahrungsaustausch stand im Zentrum des Symposiums.

Veröffentlicht am 13.08.2019, Internationale Umweltangelegenheiten (Abteilung I/9)