Das Programm des österreichischen Alpenkonventionsvorsitzes unter dem Motto „Schützen und Nützen“

Im Oktober 2016 hat Österreich offiziell die Präsidentschaft der Alpenkonvention von Deutschland übernommen. Bundesminister Andrä Rupprechter präsentierte am 4. November 2016, in Salzburg anlässlich des 25 jährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Alpenkonvention, die Schwerpunkte. Der österreichische Vorsitz, der zwei Jahre dauert, steht unter dem Motto „Schützen und Nützen“.

Der österreichische Vorsitz, der zwei Jahre dauert, steht unter dem Motto „Schützen und Nützen“. Der Schutz und die Entwicklung der Alpen gehen Hand in Hand und schließen sich nicht aus. Das Motto bringt die drei Säulen der Nachhaltigkeit zum Ausdruck – Umwelt, Wirtschaft und soziale Aspekte.

Österreich wird auf den bisherigen Arbeiten aufbauen und einige neue Impulse setzen: 

Dazu zählt die Rolle der Frauen in Bergregionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Frauen Aktivitäten im Alpenraum ökologisch, ökonomisch und kulturell prägen, aufrechterhalten und verbessern. Dazu trafen sich im April 2017 Vertreter und Vertreterinnen aus allen Gebirgsregionen der Welt in Alpbach zum Vernetzen, zum Austausch von Best Practice Beispiele und zum Knüpfen von Kooperationen. 

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Zukunft der Berglandwirtschaft sein. Der Meinungs- und Gedankenaustausch über die Zukunft der Berglandwirtschaft im gesamten Alpenraum steht hier im Mittelpunkt. 

Die schweren Hochwasser- und Muren-Ereignisse im heurigen Jahr haben gezeigt, wie stark der Alpenraum und die Bewohnerinnen und Bewohner von Naturkatastrophen betroffen sind. Die Sicherheit der Bevölkerung ist ein besonderes Anliegen und wird im Zusammenhang mit dem Klimawandel eine immer größer werdende Herausforderung. Daher wird sich der nächste Alpenzustandsbericht dem Thema „Risiko Governance im Naturgefahrenkontext“ widmen.

Auch der Klimaschutz  wird ein wichtiger Schwerpunkt. Die Alpenkonvention soll dabei als regionales Forum mit Ausstrahlung auf ganz Europa bestmöglich genutzt werden. Um diese thematische Fokussierung einzuleiten, wird ein alpenkonventionseigener „Klima-Beirat“ eingesetzt.

Außerdem wird die Zusammenarbeit der Alpenkonvention mit der Makroregionalen EU-Strategie für den Alpenraum, die ein neues, wichtiges regionalpolitisches Instrument ist und neue Chancen bietet, intensiviert. 

Das gesamte Programm des österreichischen Vorsitzes: "Schwerpunkte der österreichischen Präsidentschaft: Alpenkonvention 2016-2018"

Veröffentlicht am 08.11.2016, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)