UN-Klimakonferenz in Madrid

Derzeit findet die 25. UN-Klimakonferenz (COP25) in Madrid statt.

Bei der 25. UN-Klimakonferenz (COP25 – Conference of the parties) die von 2. bis 13. Dezember in Madrid stattfindet, geht es der Europäischen Union vor allem darum, Regeln zu schaffen, die den globalen Klimaschutz unterstützen und eine effiziente und effektive Umsetzung des Pariser Übereinkommens erlauben. Viele Regelungen wurden schon in Kattowitz bei der COP24 Ende letzten Jahres beschlossen, nicht so jene für den internationalen Handel mit Emissionsrechten. Das Kernanliegen von Österreich und der EU ist es, Regeln zu schaffen, die den globalen Klimaschutz unterstützen und keine „Schlupflöcher“ wie z.B. Doppelzählungen oder die Weiterverwendung von Zertifikaten aus dem Kyoto-Protokoll zuzulassen.

Nachhaltigkeitsministerin D.I. Maria Patek wird ab Montag, 9. Dezember, an der Konferenz teilnehmen und damit die Position Österreichs stark vertreten und sich gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedstaaten unter finnischem Ratsvorsitz für klare Regeln einsetzen.

Bei der COP in Madrid und auch in den nächsten Jahren liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf einer effektiven Umsetzung und Kontrolle des Pariser Übereinkommens, wobei das Ambitionsniveau kontinuierlich gesteigert werden soll. Die Konferenz steht unter den politischen Schwerpunktthemen „Ambition“ und „Ozeane“ (Blue COP).

„Österreich will bis 2050 Klima-Neutralität erreichen. Am 12. und 13. Dezember sollen diese Ziele beim EU-Rat einstimmig beschlossen werden“, erläutert Sektionschef Dr. Jürgen Schneider. Bei der COP26 2020 in Glasgow wird die EU wieder gemeinsam aktualisierte Beiträge zur Erreichung der Ziele des Pariser Übereinkommen melden. Die EU ist eindeutig Vorreiter im internationalen Klimaprozess und hat sich stets für eine ambitionierte Umsetzung des Pariser Übereinkommens unter klaren Regeln eingesetzt.

Unsere Ziele bis 2030 sind klar:

  • Minus 3 Millionen Tonnen THG-Emissionen im Gebäudesektor von 2016 bis 2030 zum Beispiel durch „Raus aus dem Öl“ bei Heizungen (minus 2 Millionen Tonnen), Ölkesseleinbauverbot im Neubau und einer Verbesserung der thermischen Qualität von Gebäuden durch eine Steigerung der Sanierungsrate;
  • Transformation der Verkehrssysteme (minus 7,2 Millionen Tonnen THG);
  • Konsequenter Dekarbonisierungspfad in Landwirtschaft, Abfall und F-Gase sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energie bei Industrie und Energiewirtschaft, die nicht dem Emissionshandel unterliegen (minus 4 Millionen Tonnen THG);
  • 100 Prozent Erneuerbarer Strom bis 2030 (bilanziell) und den Anteil Erneuerbarer Energie insgesamt auf 46 bis 50 Prozent zu erhöhen.
Veröffentlicht am 06.12.2019, Koordinierung Klimapolitik (Abteilung IV/1)

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