Nachhaltige Finanzen

Die Mobilisierung von privatem Kapital und die Umlenkung von Finanzströmen in Richtung emissionsarme Strukturen stellt eine bedeutende Voraussetzung für die Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens dar. Die Klima- und Energiestrategie der Österreichischen Bundesregierung #mission2030 sieht deshalb die Erarbeitung einer „Green Finance Agenda“ vor.

Im von Österreich ratifizierten Pariser Klimaabkommen ist das Ziel definiert, die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen und Finanzmittel mit einer emissionsarmen Entwicklung in Einklang zu bringen.

Der zusätzliche Finanzierungsbedarf für die Erreichung der Klima- und Energieziele bis 2030 - etwa für Infrastruktur oder Forschung - wird für Europa von der Europäischen Kommission auf 180 Mrd. EUR jährlich geschätzt. Dafür müssen öffentliche und private Finanzen sowie das damit verbundene Investitionsumfeld kosteneffektiv und nachhaltig zur Einhaltung der Klima- und Energieziele beitragen.

Der Finanzmarkt kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Ziele leisten. Private Investitionen sollen verstärkt mobilisiert werden, in Energie-, Verkehrs- und Klimaschutzprojekte zu investieren.

Leuchtturm Green Finance

Die österreichische Klima- und Energiestrategie sieht im Rahmen des Leuchtturms zu Green Finance unter Einbindung des Privatsektors vor,

  • geeignete Green Finance Instrumente zu identifizieren,
  • investitions- und strukturpolitische Reformen voranzutreiben, die den Übergang zu einer kohlenstoffarmen und energieeffizienten Wirtschaft erleichtern,
  • für den Standort Österreich ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes und sicheres Investitionsumfeld sicherzustellen und
  • negative “Lock-In Effekte“ zu vermeiden.

Wesentlich ist jedenfalls eine kosteneffektive Mobilisierung privaten Kapitals bei gleichzeitiger Vermeidung von Marktverzerrungen und der Sicherstellung der Finanzmarktstabilität.

Veröffentlicht am 27.02.2019, Klima (Sektion IV)

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