Arbeitsbesuch im Vatikan im Zeichen des Klimaschutzes

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger besuchte im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice den Vatikan, um für den Klimaschutz zu werben.

Der Klimaschutz steht im Zentrum des Arbeitsbesuchs im Vatikan, den Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger zwei Tage lang absolviert hat. „Klimaschutz ist das derzeit wichtigste gemeinsame Projekt der Menschheit“, betonte Köstinger. „Wir brauchen hier einen Schulterschluss mit allen Staaten und die Unterstützung aller Institutionen. Die Weltkirche hat hier eine große Rolle, sie hat Einfluss auf die Lebensweise von Menschen und kann viel bewegen.“

Die EU müsse weiterhin Vorreiterin einer ambitionierten Klimapolitik sein. „Ich habe bei der Weltklimakonferenz in Katowice im Dezember die Verhandlungsführung für die EU-Staaten“, erinnerte Köstinger. „Es ist mir wichtig, dass wir dort zu guten Ergebnissen kommen. In Katowice wird sich zeigen, was das Pariser Klimaabkommen wert ist.“ Österreich sei im Klimaschutz schon sehr aktiv, mit der #Mission2030 gäbe es eine gute strategische Grundlage, auf der die Regierung nun Maßnahmen aufbaue. „Wir machen große Anstrengungen, um aus den 700.000 Ölheizungsanlagen auszusteigen“, so Köstinger. In der Produktion von erneuerbarem Strom sei Österreich mit einem Anteil von mehr als 70 % und dem Ziel bis 2030 100 Prozent zu erreichen, als Vorbild in Europa zu sehen.

Im Vatikan selbst führte Köstinger schon gestern ein Gespräch mit dem Kardinalstaatssekretär Pietro Kardinal Parolin, dem politisch höchstrangigen Vertreter des Vatikans. Heute steht nach der Generalaudienz mit Papst Franziskus ein Treffen mit dem für Umwelt- und Klimaschutz zuständigen Kardinal Peter Turkson auf dem Programm. „Der Vatikan und Papst Franziskus selbst sind für uns wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel. Ich habe hier bei allen Gesprächen viel Verständnis und große Bereitschaft gespürt, ein starkes Bekenntnis für mehr Klimaschutz abzugeben“, so die österreichische Nachhaltigkeitsministerin. 

Veröffentlicht am 21.11.2018