COP24 auf dem Weg zur Implementierung des Pariser Abkommens

Von 2. bis 14. Dezember 2018 findet in Kattowitz (Polen) die 24. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (COP 24) statt.

An der Konferenz, auf der insgesamt sechs Gruppen tagen, nehmen über 20.000 Personen aus aller Welt teil. Neben Regierungsdelegationen aus über 190 Staaten reisen vor allem auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen (darunter auch Vertreterinnen und Vertreter der Regionen, der Städte und der Wirtschaft) sowie von Medien an.

Die Konferenz in Kattowitz markiert den ersten wichtigen Meilenstein in den internationalen Klimaverhandlungen seit der Annahme des Übereinkommens von Paris im Dezember 2015. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die technische Umsetzung der Inhalte des Übereinkommens von Paris.

Von besonderer Bedeutung sind dabei Leitlinien für national festgelegte Beiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs), die Anpassung an den Klimawandel, die Internationale Klimafinanzierung, die Erarbeitung eines Regelwerks für Transparenz (Transparency Framework) und die Vorbereitung der ersten globalen Bestandsaufnahme (Global Stocktake) im Jahr 2023.

Die Ziele des Übereinkommens von Paris

Seitens der EU wird als Kernergebnis der Konferenz ein umfassendes Paket an Beschlüssen zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris angestrebt. Neben der Umsetzung des Übereinkommens von Paris geht es auf der Konferenz in Kattowitz auch um eine politische Diskussion des neuen Spezialberichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zu Folgen einer Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad Celsius. In diesem Zusammenhang findet in Kattowitz ein sogenannter „Talanoa Dialog“ statt, bei der auch die Frage thematisiert wird, wie man die Ziele des Übereinkommens von Paris effektiv einhalten kann. Dies soll die Ausarbeitung und/oder Aktualisierung von NDCs im Jahr 2020 informieren.

Am 3. Dezember 2018, dem zweiten Tag der Konferenz, fand auf Einladung des polnischen Staatspräsidenten Duda ein hochrangiges Treffen von Staats- und Regierungschefs statt. Österreich war bei diesem Treffen durch Herrn Bundespräsidenten Van der Bellen vertreten.

Koordinierung von EU und den Mitgliedstaaten

Im Rahmen der diesjährigen Klimakonferenz kommt Österreich aufgrund des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union eine besondere Verantwortung zu. Bundesministerin Köstinger koordiniert in ihrer Vorsitzrolle im Rat der Umweltministerinnen und Umweltminister die EU und die Mitgliedstaaten in ihrer Positionsfindung und trägt die gemeinsame Positionen nach außen.

Veröffentlicht am 23.11.2018, Koordinierung Klimapolitik (Abteilung IV/1)