Angebote aus aller Welt

Die Angebote einzelner Staaten für ihre individuellen Beiträge zum gemeinsamen 2 Grad Ziel sind teilweise sehr unterschiedlich konzipiert, doch es lassen sich viele Gemeinsamkeiten erkennen.

Die Industriestaaten, oder auch Brasilien, haben prozentuelle Reduktionsangebote gegenüber einem Basisjahr vorgelegt.

Viele Entwicklungsländer formulieren ihre Ziele als Reduktion gegenüber einem Trendszenario („business-as-usual“). China, Südafrika und Singapur bekennen sich daneben noch zu einem absoluten Maximum („peak“), ab dem es auch absolut fallende Emissionen geben soll. Vor allem die ärmeren Entwicklungsländer weisen in ihren Angeboten auch auf Anpassungserfordernisse hin.

Die USA sind aktuell sehr ambitioniert und eine sehr konstruktive Kraft in den Verhandlungen. US-Präsident Barack Obama verlangt einen starken amerikanischen Beitrag zum Klimaschutz. Auch Russland verhält sich in den Verhandlungen grundsätzlich  konstruktiv und war unter den ersten Ländern, die ein eigenes Angebot vorlegten.

In China gibt es ebenfalls klare Fortschritte: zahlreiche nationale Initiativen zeugen von Verständnis, dass viele Umweltprobleme in China selbst mit dem Klimaschutz zusammenhängen und sich gemeinsam lösen lassen. In den Verhandlungen gibt sich China hingegen traditionell als „Hardliner“, den es zu überzeugen gilt. Indien bleibt unter allen „key playern“ am skeptischsten, legte aber zuletzt ein durchaus ambitioniertes Ziel-Angebot vor.

Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Staaten. Insgesamt hat sich die Verhandlungsatmosphäre in den vergangenen Jahren jedenfalls deutlich gebessert. Der Ernst der Lage wurde erkannt, grundsätzlich besteht die Bereitschaft, in Paris zu einem Ergebnis zu kommen.

Veröffentlicht am 20.11.2015, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)