Reichen die Ziel-Angebote aus?

Zusammen genommen werden die gesammelten Angebote aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um das 2°C-Ziel einzuhalten.

Bis Mitte November 2015 haben rund 160 Staaten ein Angebot für ihren nationalen Beitrag zum gemeinsamen 2°C-Ziel vorgelegt, darunter alle G20 Staaten.

Diese sogenannten INDCs (Intended Nationally Determined Contributions) sind auf den Zeitraum bis 2025 oder zumeist 2030 ausgerichtet. Das gemeinsame Zielangebot der EU und ihrer 28 Mitgliedstaaten beschreibt eine Treibhausgas-Reduktion bis 2030 von mindestens 40 Prozent gegenüber 1990. Zusammen genommen werden die gesammelten Angebote aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um das 2°C-Ziel einzuhalten.

Umso wichtiger ist es, Paris nicht als Endpunkt der Diskussion zu betrachten, sondern als Startpunkt für eine ambitionierte globale Klimaschutzpolitik der Zukunft. Die EU fordert daher einen „Ambitionsprozess“ als Teil des neuen Abkommens, der es ermöglichen soll, die gemeinsamen Bemühungen über die nächsten Jahre und Jahrzehnte hinaus kontinuierlich zu steigern.

Veröffentlicht am 20.11.2015, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)