Österreichs integrierter nationaler Energie- und Klimaplan

Die österreichische Bundesregierung übermittelt einen umfassenden und klaren Plan zur Erreichung der Klimaziele 2030 nach Brüssel

Im Anschluß an die öffentliche Konsultation hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie den nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) überarbeitet. Die österreichische Bundesregierung bekennt sich darin nachdrücklich zu den Klimaschutzzielen von Paris. Der NEKP ist ein umfassender Plan, der den Weg zur Erreichung der Energie- und Klimaziele Österreichs bis 2030 aufzeigt.

Die Ziele sind ambitioniert, aber machbar. Es wurde eine breite Konsultation durchgeführt, knapp 300 Maßnahmen eingearbeitet, eine Wirkungsfolgenabschätzung durchgeführt, der Investitionsbedarf ermittelt und die Rückmeldung der Europäischen Kommission eingearbeitet.

Wirkungsfolgenanalyse zeigt den Weg zur Zielerreichung

Die Wirkungsfolgenanalyse wurde von einem wissenschaftlichen Konsortium bestehend aus Umweltbundesamt (UBA), österreichischer Energieagentur (AEA), Instituten der TU Wien und der TU Graz sowie dem WIFO gemeinsam erstellt. Es handelt sich um eine umfangreiche, datengestützte Wirkungsfolgenanalyse, die den Weg zur Zielerreichung skizziert.

Laut der Wirkungsfolgenanalyse können die Treibhausgas Emissionen bis 2030 durch die festgelegten Maßnahmen um 27 Prozent oder rund 9 Millionen Tonnen CO2- Äquivalent reduziert werden. Weitere 2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent können durch den Abbau kontraproduktiver Förderungen gesenkt werden. Für die restlichen 3,2 Millionen Tonnen gibt es im NEKP vorgeschlagene Optionen, die zusätzliche Emissionen einsparen könnten: Eine Option stellt die Ökologisierung des Steuer-, Anreiz- und Abgabensystems dar und eine andere die Ausweitung des Emissionshandels auf zusätzliche Sektoren.

Der nationale Energie- und Klimaplan zeigt klar den Weg auf, wie die Reduktion von 36 Prozent geschafft und somit die verbindlichen Ziele bis 2030 erreicht werden können.

Veröffentlicht am 18.12.2019, Koordinierung Klimapolitik (Abteilung IV/1)