Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans an Europäische Kommission übermittelt

Nach einer Bewertung dieses Entwurfs ist bis Ende 2019 ein finaler Plan vorzulegen, in den sowohl Stakeholder als auch die breite Öffentlichkeit einbezogen werden sollen.

Die österreichische Bundesregierung hat im Mai 2018 eine Klima- und Energiestrategie für Österreich – unsere #mission2030 – beschlossen. Nun wird im Einklang mit den Vorgaben der EU Verordnung über die Governance der Energieunion der nächsten Schritt gesetzt. Bis Ende 2018 sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, den Entwurf eines nationalen Energie- und Klimaplans an die Europäische Kommission zu übermitteln und zu veröffentlichen. Der vorliegende Entwurf des österreichischen Plans basiert auf den Zielvorgaben und strategischen Handlungsfeldern der #mission2030.

Strom aus erneuerbaren Energieträgern

Österreich unterstreicht damit die hohe Ambition, die wir uns vorgenommen haben: die Treibhausgasemissionen von Sektoren außerhalb des Emissionshandels sollen bis 2030 um 36 % gegenüber 2005 gesenkt, der Anteil erneuerbarer Energie auf 45 bis 50 % gesteigert werden. Der Stromverbrauch soll bis 2030 sogar zu 100 % aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden, mit Ausnahmen für die industrielle Eigenstromerzeugung. Dazu bedarf es auch einer entsprechenden Eindämmung des Energieverbrauchs, den wir in Relation zu unserer Wirtschaftsleistung um 25 bis 30 % verringern wollen. Unsere Zwischenziele und Maßnahmensetzungen bis 2030 müssen in Einklang mit unseren langfristigen Zielen nach dem Pariser Klimaschutzübereinkommen stehen.

Die Europäische Kommission wird bis Mitte 2019 den Entwurf unseres Energie- und Klimaplans 2030 bewerten und gegebenenfalls Empfehlungen dazu abgeben. Bis Ende 2019 ist ein finaler Plan vorzulegen, wobei sowohl Stakeholder als auch die breite Öffentlichkeit in diesen Prozess einzubeziehen sind.

Veröffentlicht am 20.12.2018, Koordinierung Klimapolitik (Abteilung IV/1)