Forschungsprojekt „Makrokunststoffe in und entlang der Donau“

Flüsse werden als eine beträchtliche Eintragsquelle für die Meeresverschmutzung durch Kunststoffe angesehen. Bezüglich der Quellen und Transportwege gibt es noch Forschungsbedarf.

Mit dem EU-geförderten Projekt „PlasticFreeDanube“, das auch seitens des BMNT unterstützt wird, soll das Wissensdefizit verringert werden. Das unter der Leitung der Universität für Bodenkultur durchgeführte Vorhaben fokussiert auf Makro-Kunststoffverschmutzungen, also Kunststoffpartikel größer als 5 mm, in und entlang der Donau. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über den Donauraum von den Ballungszentren Wien und Bratislava bis zum Kraftwerk Gabčíkovo in der Slowakei. Die Nationalpark Donau-Auen GmbH, Repanet (SK) und via donau sind als Partner in diese Forschungsarbeit eingebunden.

Ziel des bis 2020 laufenden Projekts ist die Etablierung eines fundierten Wissensstands zu Kunststoffverschmutzungen sowie die Festlegung standardisierter Methoden zur Einschätzung von Eintragsquellen, Quantitäten, Transportverhalten und Umweltgefahren. An die Sammlung und Auswertung von Daten werden anschließend Maßnahmen zur Verringerung der Freisetzung entwickelt. Schulungen und Trainings zum Thema Kunststoffabfälle sowie eine Internetplattform (www.plasticfreedanube.eu) dienen der Verbreitung der Ergebnisse.

Veröffentlicht am 29.01.2019, Abfallvermeidung, -verwertung und –beurteilung (Abteilung V/6)