Maßnahmen zur Reduktion von Plastikabfällen - Bewusstseinsbildung

Die Bundesregierung sagt dem umweltschädlichen und verschwenderischen Plastikverbrauch den Kampf an und leitet einen vollkommenen Systemwechsel in Österreich ein. Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Heinz-Christian Strache sowie Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger legten am 5. Dezember ein ambitioniertes Maßnahmenpaket zur Reduktion von Plastikabfällen bis zum Jahr 2025 vor.

Die konkreten Ziele sind:

  • Ein Verbot von Kunststofftragetaschen, mit Ausnahme jener Tragetaschen, die biologisch vollständig abbaubar sind, ab 2020.
  • Eine rasche Umsetzung der Einwegplastik-Richtlinie der Europäischen Union mit entsprechenden Produktverboten und Reduktionszielen.
  • Ein Verbot der Beimengung von Mikroplastikpartikeln in Kosmetikprodukten und Reinigungsmitteln ab 2020, sofern bis dahin keine (bevorzugte) europäische Lösung getroffen wurde.

Im Vergleich zu der Plastikverpackungsmenge aus dem Jahr 2016 müssen bis 2025 nachweislich 20 - 25% der Plastikverpackungen reduziert werden. Das betrifft vor allem zur Verpackungen von Produkten zur einmaligen Verwendung und entspricht etwa einer Reduktion von 60.000 Tonnen Plastik. Des Weiteren werden laufend bewusstseinsbildende Maßnahmen durchgeführt.

Veröffentlicht am 31.01.2019, Chemiepolitik und Biozide (Abteilung V/5)