Ländlicher Raum Vorreiter der E-Mobilitätswende

 

Neun von zehn Bezirken mit dem höchsten E-Pkw Anteil liegen im ländlichen Raum.

 

 

Die Österreicherinnen und Österreicher stehen dieser neuen Technologie sehr aufgeschlossen gegenüber. Das zeigt die Zulassungsstatistik im Jahr 2016: Österreich liegt beim Anteil der rein elektrischen Fahrzeugneuzulassungen innerhalb der Europäischen Union mit rd. 3.800 E-Autos 2016 an erster Stelle! Dabei ist der ländliche Raum führend: Mehr als doppelt so hoch als im österreichweiten Durchschnitt ist der E-Pkw Anteil bei den Neuzulassungen in den Bezirken Waidhofen an der Thaya, Wien Innere Stadt, Kitzbühel, Bregenz, Bludenz, Kirchdorf an der Krems und St. Johann im Pongau.

Dabei würde die verfügbare Reichweite der am Markt angebotenen E-Pkw heute schon für einen Großteil der Pkw-Fahrten in Österreich ausreichen, denn nur 10 Prozent der Pkw legen an einem Werktag mehr als 100 Kilometer zurück. 90 Prozent der Pkw-Fahrten liegen unter 100 km täglicher Reichweite und können damit auch mit einem E-Pkw bewältigt werden. Wird das Elektrofahrzeug über Nacht aufgeladen, steht am nächsten Tag wieder die volle Reichweite zur Verfügung. Besonders im ländlichen Raum – wo E-Bike und öffentlicher Verkehr nicht immer eine Alternative sind – liefern Elektro-Pkw einen wichtigen Beitrag für die Mobilitätswende.

Elektromotoren arbeiten wesentlich effizienter als Verbrennungsmotoren. Dadurch sind E-Pkw mehr als dreimal so effizient wie aktuelle Benzin- und Dieselmodelle. Dieser Vorteil wirkt sich auch auf die Betriebskosten aus: Die höhere Energieeffizienz des Motors und der damit niedrigere Strombedarf senkt die Energiekosten pro 100 km bei einem Verbrauch von 20 Kilowattstunden auf rund vier Euro.

Der benötigte Strom für das Laden der Elektrofahrzeuge kann aus erneuerbaren Energien (Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse etc.) bereitgestellt werden. Im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus eines Elektrofahrzeuges (Produktion, Betrieb, Energiebereitstellung, Entsorgung) sind die Treibhausgas-Emissionen je nach eingesetztem Strom um 75 bis 90 Prozent geringer als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Elektrofahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen tragen besonders zur Verbesserung der Klimabilanz bei. In Österreich produzierter Strom kommt heute zu rund 70 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen.

Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität

Um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, haben Umwelt- und Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit den Autoimporteuren und Zweiradimporteuren ein Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich geschnürt. In den Jahren 2017 und 2018 wird die Anschaffung von Elektro-Pkw sowie Elektro-Mopeds und Elektro-Motorrädern auch für den privaten Einsatz unterstützt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Strom für das Elektrofahrzeug zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Auch die private E-Ladeinfrastruktur wird in Form eines Bonus in Kombination mit der E-Pkw Förderung in der Höhe von 200 Euro pro Wallbox oder intelligentem Ladekabel zusätzlich unterstützt.

Bereits zwei Wochen nach Start des Aktionspakets gibt es mehr als 1.000 Anträge zur E-Mobilitätsförderung von BMNT und bmvit! Davon wurden rd. 43% von Privatpersonen eingereicht und 57% von Betrieben, Gemeinden und Vereinen.

Veröffentlicht am 13.04.2018, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)