CO2-Monitoring der Neuzulassungen von Leichten Nutzfahrzeugen

CO2-Emissionen neuer leichter Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken EU-Zielwert bereits 2016 erreicht.

Für die gesamte leichte Nutzfahrzeugflotte in der EU wurde für 2017 ein CO2-Zielwert von durchschnittlich 175g/km vorgegeben. Dieser wurde EU-weit bereits 2013 erreicht. In Österreich wurde der Zielwert bereits 2016 erreicht. Der mittlere CO2-Ausstoß der neuen leichten Nutzfahrzeuge liegt im Jahr 2017 bei 166,5 g/km.

In Österreich wurden im Berichtszeitraum 2017 insgesamt 38.829 leichte Nutzfahrzeuge neu zugelassen, dies entspricht einem Anstieg von 11,4 % gegenüber dem Vorjahr. Davon waren 36.905 Fahrzeuge (+11%) dieselbetrieben, 1.587 benzinbetrieben (+52%) sowie weitere 337 Fahrzeuge alternativ angetrieben (-40%).

Die Flotte der neuen leichten Benzin- und Dieselnutzfahrzeuge wies im Jahr 2017 durchschnittliche CO2-Emissionswerte von 166,5 g/km auf. Die CO2-Emissionswerte von Benzin-LNF lagen bei 164,3 g/km, jene von Diese-LNF bei 167,7 g/km und waren damit um rd. 3,4 g/km höher. Im Vergleich zum Vorjahr sind die CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen um 6 g/km  gesunken. 

Hinsichtlich der Merkmalsausprägungen, wie Gewicht, Motorleistung und Hubraum haben Diesel-LNF immer größere Werte als für Benzin-LNF; damit ist die Situation ähnlich wie bei den Pkw. Das durchschnittliche Gewicht von Benzin-LNF liegt bei 1.460 kg, das von Diesel-LNF durchschnittlich bei 1.954 kg; letztere sind damit im Mittel um 495 kg schwerer. Die durchschnittliche Motorleistung von Benzin-LNF liegt bei 97 kW, jene von Diesel-LNF mit 96 kW. Der durchschnittliche Hubraum von Benzin-LNF ist 1.845 cm³, jener von Diesel-LNF mit 1.988 cm³.

 

In Bezug auf den Zielwert von 175 g/km der gesamten Nutzfahrzeugflotte in der EU, der für die Jahre 2014–2017 schrittweise mit steigenden Anteilen von 70 % in 2014 bis 100 % in 2017 erreicht werden muss, haben in Österreich 25 Hersteller ihre masseabhängigen Zielwerte erreicht. Dies betrifft 38.458 Fahrzeuge, bzw. 99%. 17 Hersteller haben einen Durchschnitts-wert von unter 175 g/km, 15 Hersteller über 175 Gramm. 

Das Monitoring der CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen ist Teil der Gesamtstrategie zur Reduktion von CO2 im Straßenverkehr und wurde nach dem Inkrafttreten der Verordnung zur Festsetzung von CO2-Emissionsnormen von PKW auch mit der Verordnung für leichte Nutzfahrzeuge (LNF) vom Europäischen Parlament und Rat im Jahr 2011 beschlossen (EU) 510/2011. Die Verordnung legt die Anforderungen an die CO2-Emissionen neuer leichter Nutzfahrzeuge fest und folgt dabei den Modalitäten der Verordnung für Pkw(EG) 443/2009. Mit der Verordnung wurde auch die Einrichtung eines Systems zur Überwachung (Monitoring) der durchschnittlichen CO2-Emissionen neu zugelassener leichter Nutzfahrzeuge analog zur Systematik für Personenkraftwagen beschlossen.

 

 

Die Anforderungen für die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neuen leichten Nutzfahrzeugen wurden schrittweise ab 2014 eingeführt und ab 2017 auf maximal 175g/km festgelegt. Ab 2020 darf der CO2-Aussstoß der gesamten LNF-Flotte in der EU höchstens 147g/km betragen.

 

Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus den jährlichen Bericht zum CO2-Monitoring und übermittelt die Monitoring-Daten an die EU-Kommission und die Europäische Umweltagentur.

 

[1] Bezogen auf die Neuzulassungen eines Herstellers/Herstellerpools in Österreich. Für die Zielerreichung eines Herstellers zählen alle in der EU neu zugelassenen leichten Nutzfahrzeuge. Es wird für die Berechnung eine durchschnittliche Fahrzeugmasse von 1835 kg angenommen.

 

Veröffentlicht am 25.03.2019, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)