CO2-Monitoring 2016 der Neuzulassungen von Leichten Nutzfahrzeugen

CO2-Emissionen neuer leichter Nutzfahrzeuge gegenüber Vorjahr leicht geringer, jedoch über dem Zielwert, während im EU-Durchschnitt dieser 2014 erreicht wurde.

Für die gesamte leichte Nutzfahrzeugflotte in der EU wurde für 2017 ein CO2-Zielwert von durchschnittlich 175g/km vorgegeben. Dieser wurde bereits 2013 erreicht, in Österreich dagegen lag der mittlere CO2-Ausstoß der neuen leichten Nutzfahrzeuge im Jahre 2014 noch bei 186,4 g/km.

In Österreich wurden im Berichtszeitraum 2015 insgesamt 32.121 leichte Nutzfahrzeuge neu zugelassen, dies entspricht einem Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Davon waren 30.648 Fahrzeuge (+6%) dieselbetrieben, 1081 benzinbetrieben (-16,7%) sowie weitere 392 Fahrzeuge alternativ angetrieben (+1%).

Die Flotte der neuen leichten Benzin- und Dieselnutzfahrzeuge wies im Jahr 2015 durchschnittliche CO2-Emissionswerte von 178,7 g/km auf. Die CO2-Emissionswerte von Benzin-LNF lagen bei 178,7 g/km, jene von Diese-LNF bei 180,2 g/km und waren damit um rd. 1,8 g/km höher. Im Vergleich zum Vorjahr sind die CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen um 4,8 g/km  gesunken. 

Hinsichtlich der Merkmalsausprägungen, wie Gewicht, Motorleistung und Hubraum haben Diesel-LNF immer größere Werte als für Benzin-LNF; damit ist die Situation ähnlich wie bei den Pkw. Das durchschnittliche Gewicht von Benzin-LNF liegt bei 1.470 kg, das von Diesel-LNF durchschnittlich bei 1.949 kg; letztere sind damit im Mittel um 478 kg schwerer. Die durchschnittliche Motorleistung von Benzin-LNF liegt bei 99 kW, jene von Diesel-LNF mit 90 kW. Der durchschnittliche Hubraum von Benzin-LNF ist 1.993 cm³, jener von Diesel-LNF mit 1.980 cm³.

In Bezug auf den Zielwert von 175 g/km der gesamten Nutzfahrzeugflotte, der für die Jahre 2014–2017 schrittweise, mit steigenden Anteilen von 70% in 2014 bis 100% in 2017,  erreicht werden muss, lagen 12.500 leichte Nutzfahrzeuge ( 39%) der Neuzulassungen in Österreich unter diesem Wert. Herstellerbezogen unterschritten bzw. erreichten bereits 2015 tatsächlich 19 von 25 Herstellern ihren masseabhängigen Zielwert, welcher für 2017 zu erreichen ist[1].

Das Monitoring der CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen ist Teil der Gesamtstrategie zur Reduktion von CO2 im Straßenverkehr und wurde nach dem Inkrafttreten der Verordnung zur Festsetzung von CO2-Emissionsnormen von PKW auch mit der Verordnung für leichte Nutzfahrzeuge (LNF) vom Europäischen Parlament und Rat im Jahr 2011 beschlossen (EU) 510/2011. Die Verordnung legt die Anforderungen an die CO2-Emissionen neuer leichter Nutzfahrzeuge fest und folgt dabei den Modalitäten der Verordnung für Pkw(EG) 443/2009. Mit der Verordnung wurde auch die Einrichtung eines Systems zur Überwachung (Monitoring) der durchschnittlichen CO2-Emissionen neu zugelassener leichter Nutzfahrzeuge analog zur Systematik für Personenkraftwagen beschlossen.

Die Anforderungen für die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neuen leichten Nutzfahrzeugen werden schrittweise ab 2014 eingeführt und ab 2017 auf maximal 175g/km festgelegt. Ab 2020 darf der CO2-Aussstoß der gesamten LNF-Flotte in der EU höchstens 147g/km betragen.

 

Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus den jährlichen Bericht zum CO2-Monitoring und übermittelt die Monitoring-Daten an die EU-Kommission und die Europäische Umweltagentur.

 

[1] Bezogen auf die Neuzulassungen eines Herstellers/Herstellerpools in Österreich. Für die Zielerreichung eines Herstellers zählen alle in der EU neu zugelassenen leichten Nutzfahrzeuge. Es wird für die Berechnung eine durchschnittliche Fahrzeugmasse von 1835 kg angenommen.

Veröffentlicht am 22.03.2017, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)