Statusbericht zu den CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw in Österreich

Abnehmender Trend  der CO2- Emissionen gebrochen

Im Berichtsjahr 2017 lag der Flottendurchschnitt der CO2-Emissionen von neuen Pkw bei 120,7 g CO2/km und hat damit gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen.

Im Jahr 2017 wurden in Österreich insgesamt 353.320 Pkw (in der Kategorie diesel- und benzinbetriebene Pkw: 339.159) neu zugelassen, wie im Vorjahr wurden mehr Diesel- als Benzinfahrzeuge neu zugelassen. 

Bei den Benzin- und Dieselfahrzeugen sind insgesamt 8.293  Hybrid-Pkw (Benzin- oder Diesel-/Elektroantrieb) inkludiert.

Außerdem wurden 114 Erdgasfahrzeuge, 321 Fahrzeuge für kombinierten Benzin- und Erdgasbetrieb sowie 5.433 Elektrofahrzeuge neu zugelassen.

2017 betrug der durchschnittliche Wert der CO2-Emissionen aller neuen Pkw 120,7 g/km und hat  gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Die errechneten CO2-Emissionen  lagen im Durchschnitt für benzinbetriebene Pkw bei 122,4 g/km (0,3 g/km mehr als 2016) und für Diesel-Pkw bei 124,5 g/km (1,8 g/km mehr als 2016).


Wesentliche Faktoren für die generelle Abnahme des Flottendurchschnitts der CO2-Emissionen seit dem Jahr 2000 von neuen Pkw sind:

  • die EU CO2-Zielwertvorgabe für die Neuwagenflotte von 130 g CO2/km ab 2012 bis 2015 und dem Emissionsziel von 95 g CO2/km in 2021
  • die Ökologisierung der NoVA  - für die Berechnung des Steuersatzes wird der CO2 Emissionswert des Fahrzeugs herangezogen
  • die klimaaktiv mobil Förderungen von Fuhrparkumstellungen auf Fahrzeuge mit Alternativantrieben, insbesondere Elektrofahrzeuge

Ökologisierung des Normverbrauchsabgabegesetzes

Durch das Abgabenänderungsgesetz 2014 wurde eine neue NoVA-Bemessungsgrundlage geschaffen. Für die Berechnung des Steuersatzes wird der CO2-Emissionswert des Fahrzeugs in g/km herangezogen. Für alternative, umweltfreundliche Antriebsmotoren (Biogasmotoren etc.) gibt es einen Steuerbonus und elektrisch/elektrohydraulisch betriebene Fahrzeuge sind von der Normverbrauchsabgabe befreit. Für Hybridfahrzeuge verringert sich die KFZ-Steuer, da die Motorleistung des elektrischen Antriebs nicht versteuert wird.

Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe

Auch haben die Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe, wie Elektrofahrzeuge, Plug-In Hybridfahrzeuge, Erdgas/Biogas-Fahrzeuge im Rahmen von klimaaktiv mobil, sowie die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving), den Ankauf von verbrauchsparenden, sauberen Fahrzeugen gefördert.

Die EU-Mitgliedstaaten sind gemäß EU-Beschluss 1753/2000/EG verpflichtet, jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen von Pkw an die Europäische Kommission zu übermitteln. Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus den Bericht zum CO2-Monitoring. Das CO2-Monitoring wurde 2018 bereits zum siebzehnten Mal durchgeführt und enthält die Daten des Berichtsjahres 2017.

Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus den jährlichen Bericht zum CO2-Monitoring und übermittelt die Monitoring-Daten an die EU-Kommission und die Europäische Umweltagentur.

 

 

Veröffentlicht am 26.03.2019, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)