CO2-Monitoring der Neuzulassungen von Pkw

Trend der CO2-Emissionen weiter abnehmend

Im Berichtsjahr 2016 lag der Flottendurchschnitt der CO2-Emissionen von neuen Pkw bei 120,5 g CO2/km und hat damit gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

Im Jahr 2016 wurden in Österreich insgesamt 329.604 Pkw (in der Kategorie diesel- und benzinbetriebene Pkw: 324.946) neu zugelassen, wie im Vorjahr wurden somit mehr Diesel- als Benzinfahrzeuge neu zugelassen. 

Bei den Benzin- und Dieselfahrzeugen sind insgesamt 4.707 Hybrid-Pkw (Benzin- oder Diesel-/Elektroantrieb) inkludiert.

Außerdem wurden 119 Erdgasfahrzeuge, 365 Fahrzeuge für kombinierten Benzin- und Erdgasbetrieb sowie 3.826 Elektrofahrzeuge neu zugelassen.

2015 betrug der durchschnittliche Wert der CO2-Emissionen aller neuen Pkw [1] 120,5 g/km und hat  gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Die errechneten CO2-Emissionen [2] lagen im Durchschnitt für benzinbetriebene Pkw bei 122 g/km (1 g/km weniger als 2015) und für Diesel-Pkw bei 123 g/km (3 g/km weniger als 2015). Die Abnahme der CO2-Emissionen hat sich 2015 sowohl bei diesel- als auch bei benzinbetriebenen Pkw wieder leicht beschleunigt. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen sind damit sowohl für diesel- als auch für benzinbetriebene Personenkraftwagen im Jahr 2016 die niedrigsten seit Beginn des CO2-Monitoring.


Wesentliche Faktoren für die Abnahme des Flottendurchschnitts der CO2-Emissionen von neuen Pkw sind:

  • die Ökologisierung der NoVA  - für die Berechnung des Steuersatzes wird der CO2 Emissionswert des Fahrzeugs herangezogen
  • die EU CO2-Zielwertvorgabe für die Neuwagenflotte von 130 g CO2/km ab 2012 bis 2015 und dem Langfristziel von 95 g CO2/km in 2021
  • die klimaaktiv mobil Förderungen von Fuhrparkumstellungen auf Fahrzeuge mit Alternativantrieben, insbesondere Elektrofahrzeuge und
  • die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving)

Ökologisierung des Normverbrauchsabgabegesetzes

Durch das Abgabenänderungsgesetz 2014 wurde eine neue NoVA-Bemessungsgrundlage geschaffen. Für die Berechnung des Steuersatzes wird nun nicht mehr der Normverbrauch in Litern/100 km herangezogen, sondern der CO2-Emissionswert des Fahrzeugs in g/km. Für alternative, umweltfreundliche Antriebsmotoren (Biogasmotoren etc.) gibt es einen Steuerbonus und elektrisch/elektrohydraulisch betriebene Fahrzeuge sind von der Normverbrauchsabgabe befreit. Für Hybridfahrzeuge verringert sich die KFZ-Steuer, da die Motorleistung des elektrischen Antriebs nicht versteuert wird.

Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe

Auch haben die Förderinstrumente für Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe, wie Elektrofahrzeuge, Plug-In Hybridfahrzeuge, Erdgas/Biogas-Fahrzeuge im Rahmen von klimaaktiv mobil, sowie die Initiativen zum Spritsparen (EcoDriving), den Ankauf von verbrauchsparenden, sauberen Fahrzeugen gefördert.

Die EU-Mitgliedstaaten sind gemäß EU-Beschluss 1753/2000/EG verpflichtet, jährlich einen Bericht über die durchschnittlichen Kohlendioxidemissionen aller Neuzulassungen von Pkw an die Europäische Kommission zu übermitteln. Für Österreich erstellt das Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus den Bericht zum CO2-Monitoring. Das CO2-Monitoring wurde 2017 bereits zum fünfzehnten Mal durchgeführt und enthält die Daten des Berichtsjahres 2016.

 

[1]  wobei derzeit nur benzin- und dieselbetriebene Fahrzeuge in die Berechnung einfließen

[2] im Motor entstehen bei der Verbrennung aus 1 Liter Benzin rund 2,32 kg CO2 , aus 1 Liter Diesel rund 2,65 kg CO2.

Veröffentlicht am 02.08.2018, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)