Österreichischer Biokraftstoffbericht 2017

Österreich mit hohem Anteil an Biokraftstoffen im EU-Spitzenfeld

Nach der Österreichischen Kraftstoffverordnung 2014 besteht in Österreich die Verpflichtung zumindest einen Anteil von 3,4% - bezogen auf den Energiegehalt - der in den freien Verkehr gebrachten oder verwendeten fossilen Ottokraftstoffe und zumindest 6,3% der in den freien Verkehr gebrachten oder verwendeten fossilen Dieselkraftstoffe durch Biokraftstoffe zu substituieren.

Im Jahr 2016 wurde in Österreich wieder ein hoher Prozentsatz an fossilen Kraftstoffen durch Biokraftstoffe substituiert. Das gültige Substitutionsziel von 5,75% gemessen am Energieinhalt, wurde mit 7,1% ein weiteres Mal deutlich übertroffen. Österreich liegt damit weiterhin im Spitzenfeld der EU 27.

Insgesamt wurden in Summe rd. 507.000 Tonnen Biodiesel, rd. 51,000 Tonnen Hydriertes Pflanzenöl (HVO), rd. 87.000 Tonnen Bioethanol und rd. 15.000 Tonnen Pflanzenöl in Verkehr gebracht. Das Substitutionsziel weist mit einem Rückgang von 8,9% im Jahr 2015 einen Rückgang von 1,8% auf. Grund dafür war der starke Rückgang im Bereich des Einsatzes von reinen Biokraftstoffen wie 100% Biodiesel oder Hydrierten Pflanzenölen der durch den starken Rückgang des Preises für fossilen Dieselkraftstoff bedingt war.

Im Vergleich zu 2015 war 2016 ein Anstieg des Kraftstoffverbrauchs von insgesamt +1,8% zu verzeichnen (+4,2% bei Dieselkraftstoffen +/-0% bei Ottokraftstoffen, -59% bei Biodiesel in Reinverwendung - B100 und -35% bei Hydrierten Pflanzenölen - HVO. Grund für den starken Rückgang von B100 und HVO war der niedrige Preis für fossilen Diesel im Jahr 2016, der dazu führte, dass ab Mitte 2016 kein HVO in Reinverwendung mehr in Verkehr gebracht wurde.

Durch die Einführung des Nachweises der Nachhaltigkeit mittels Zertifikaten und dem Aufbau des elektronischen Monitoringsytems der UBA GmbH „Elektronischer Nachhaltigkeitsnachweis – elNa“ bestehen seit 2013 für Österreich die Möglichkeit gesicherte Aussagen zu den verwendeten Rohstoffen der österreichischen Biokraftstoffproduktion zu machen.

Durch die Einführung des Nachweises der Nachhaltigkeit mittels Zertifikaten und dem Aufbau des elektronischen Monitoring Systems der UBA GmbH "Elektronischer Nachhaltigkeitsnachweis- elNa" bestehen seit 2013 für Österreich die Möglichkeit gesicherte Aussagen zu den verwendeten Rohstoffen der österreichischen Biokraftstoffproduktion zu machen. Im Berichtsjahr 2016 wurden zur Biodieselproduktion 49% Raps, 51% Altspeiseöl, tierische Fette und Fettsäuren eingesetzt, wiederum wurde kein Palmöl für die Produktion in Österreich verwendet. Zur Ethanol Produktion wurden etwa 60% Getreide und 40% Mais eingesetzt.

Veröffentlicht am 15.12.2017, Saubere Mobilität (Abteilung IV/2)