Neues Förderpaket „E-Mobilitätsoffensive“

Um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten, haben Umwelt- und Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern ein Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie in Österreich geschnürt.

E-Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der Umstellung unserer Verkehrssysteme. Die meisten Wege sind verhältnismäßig kurz und können problemlos mit E-Fahrzeugen zurückgelegt werden. Deshalb ist die E-Mobilität ein Kernelement der #Mission2030, der Klima- und Energiestrategie.

Das E-Mobilitätspaket war bisher ein Erfolgsmodell, Österreich ist bei Neuzulassungen in Europa ganz weit vorne. Die Bilanz der letzten beiden Jahre (Paket 2017 und 2018) ist beeindruckend: 14.300 Anträge für E-Pkw und E-Zweiräder, davon sind etwa je die Hälfte von Privatpersonen und Unternehmen. Bei den Autos haben rund 88 Prozent E-Pkw einen reinen Elektroantrieb und etwa 12 Prozent Plug-In Hybride und Range-Extender. E-Mobilität soll nun noch weiter ausgebaut werden, denn sie ist sauber, bequem und ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz. Mit dem neuen Förderpaket wird ein zusätzlicher Anreiz gesetzt, um auf E-Mobilität umzusteigen.

Das Förderpaket für E-Mobilität wird für die Jahre 2019 und 2020 neu aufgelegt. Es hat ein Gesamtvolumen von 93 Millionen Euro für beide Jahre, also 46,5 Millionen Euro pro Jahr. Die Kosten werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Wirtschaftspartnern (Automobilimporteure, Zweiradimporteure, Sportfachhandel) gemeinschaftlich getragen.

    • BMNT:                                      25 Mio. Euro
    • BMVIT:                                     40,5 Mio. Euro
    • Wirtschaftspartner:                 27,5 Mio. Euro

Die Umsetzung erfolgt in drei Maßnahmenbündeln:

  1. E-Mobilität für Straßenfahrzeuge und Infrastruktur
  2. E-Mobilität auf der Schiene (vollständige Elektrifizierung der Schiene)
  3. E-Mobilitätsmanagement, E-Flotten und E-Logistik

 Was ist neu beim Förderangebot für die Straße?

  • Für Private:
    • Erstmaliger Zusatzbonus von 400 Euro (gesamt 600 Euro) für Wallboxen/Heimladestationen in Mehrparteienhäusern – ein wichtiger Schritt neben der geplanten gesetzlichen Erleichterung im Wohnrecht, zur Errichtung von Heimladestationen in Mehrparteienhäusern
    • Erstmalige Förderung von (E)-Lastenfahrrädern für Private
  • Für Betriebe:
    • Schwerpunkte E-Nutzfahrzeuge und attraktive Fördersätze in neuen Fahrzeugkategorien inkl. Ladeinfrastruktur
    • Schwerpunkte E-Busse und attraktive Fördersätze in neuen Fahrzeugkategorien inkl. Ladeinfrastruktur 
  • Anpassung der Kriterien für PKWs bei vollelektrischer Mindestreichweite (bei Privaten und Betrieben) sowie Einführung einer Angemessenheitsgrenze (bei Betrieben).

Wie läuft die Abwicklung und wie hoch sind die Fördersätze?

  • Fördervoraussetzung für alle Angebote: 100  Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern
     
  • Förderhöhen sind Pauschalsätze, die mit maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt sind
     
  • Als One Stop Shop Abwicklungsstelle für alle Förderungen fungiert die KPC (Kommunalkredit Public Consulting GmbH). Online-Registrierung sowie Einreichung von Förderungsanträgen erfolgen über die Abwicklungsstelle KPC unter www.umweltfoerderung.at.
  • Einreichungen sind ab dem 1. März 2019 möglich

Detaillierte Fördersätze, Details und Kriterien siehe Factsheet

Welche Bestandteile hat die E-Mobilitätsoffensive sonst noch?

  • Forschungsprogramm „Zero Emission Mobility“
  • Forschungsschwerpunkt „Dekarbonisierung der Bahn“
  • Steigerung des Elektrifizierungsgrads im Netz der ÖBB
Veröffentlicht am 06.01.2019