Elektro-Mobilität

Elektro-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energie kann eine Lösung für die energie- und umweltpolitische Herausforderungen des Verkehrs sein

Klimaschutz im Verkehr ist eine große Herausforderung, der Straßenverkehr ist dabei das Hauptproblem für die Erreichung der Klimaschutzziele. Entscheidende Maßnahmen für die Erreichung dieser Ziele sind die Steigerung der Energieeffizienz und damit eine mögliche Senkung des Energieverbrauchs, klimaschonendes Mobilitätsmanagement, sowie der Einsatz von alternativen Antrieben und erneuerbaren Kraftstoffen.

Die E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien ist eine vielversprechende Alternative, um die Abhängigkeit des Verkehrs von Mineralölimporten zu verringern und langfristig eine Energieautarkie mittels Erneuerbaren Energien aus heimischer Produktion zu ermöglichen.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) sieht E-Mobilität breit, d.h. darunter sind alle elektrischen Antriebe vom E-Fahrrad, E- Auto, E-Nutzfahrzeug bis elektrifizierten ÖV und deren intelligente Verknüpfung zu verstehen.

E-Mobilität bietet Vorteile in mehrfacher Hinsicht:

  • Einsatz sehr sparsamer, energieeffizienter Fahrzeuge dank höherem Motorwirkungsgrad (> 90%) und Well-To-Wheel Energieeffizienz (> 61%); Rekuperation der Bremsenergie zum Laden der Batterie; Reduktion des Energieverbrauchs im Verkehr.
  • keine lokalen Emissionen: keine Luftschadstoffemissionen, kein CO2, geringere Lärmemissionen; 80% CO2-Reduktion (Ökobilanz) mit Strom aus erneuerbaren Energien gegenüber konventionellem Fahrzeug.
  • 100% Strom aus erneuerbaren Energien; Verbreiterung der Ressourcenbasis durch Strom, Verringerung der Abhängigkeit von Erdölimporten.
  • Verknüpfung MIV mit Öffentlichem Verkehr, z.B. als Zubringer zum Bahnhof (E-Pendler); E-Bikes, E-Scooter; E-Busse für bedarfsorientierten Micro-ÖV
  • Autos (mehrfach) nutzen statt besitzen: kostengünstige Option mit Carsharing, auch mit E-Cars etc., insbesondere für Pendler.

Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der EU Klimaschutz- und Energieziele für 2020, insbesondere als Beitrag zum 10%-Ziel Erneuerbare Energien im Verkehr (nachhaltige Biokraftstoffe und E-Fahrzeuge mit Ökostrom, wie Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse.

E-Mobilität ist daher ein Schwerpunkt der Österreichischen Energiestrategie und dem Ziel bis 2020 rd. 250.000 E-Autos auf Österreichs Straßen zu bringen. Die für den Betrieb der E-Fahrzeuge benötigte elektrische Energie beträgt 0,7 TWh bzw. rd. 6% der für 2020 geplanten Ökostromproduktion in Österreich. Damit wird eine Reduktion von rd. 430.000 Tonnen CO2- Emissionen erreicht.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ist Vorreiter bei der Förderung von E-Mobilität mit erneuerbaren Energien und Nachweis der Alltagstauglichkeit der E-Mobilität:

  1. Förderung von betrieblichen und kommunalen E-Fahrzeugflotten durch das Förderprogramm klimaaktiv mobil für Betriebe, Gemeinden und Verbände (siehe Publikationen des Lebensministeriums oder KPC Umweltförderungen Verkehr).
  2. Das BMNT fördert durch den Klima- und Energiefonds bereits acht Modellregionen zur E-Mobilität mit Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energiequellen (www.e-connected.at, Rubrik Modellregionen).

In Österreichs Modellregionen werden E-Fahrzeuge mit 100% Erneuerbaren betrieben! – nur dies garantiert wesentliche CO2-Reduktion der E-Mobilität.

Veröffentlicht am 02.01.2018, Abteilung I/5 - Mobilität, Verkehr, Lärrm