"Sustainability Award für nachhaltige Universitäten 2018"

Universitäten und Hochschulen sind wesentliche Impulsgeber für Nachhaltigkeit. Acht Projekte zu Umwelt, Sozialem und wirtschaftlicher Entwicklung wurden heuer mit dem „Sustainability Award 2018“ ausgezeichnet.

Am 7. Juni verliehen Bundesministerin Köstinger, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), sowie Bundesminister Faßmann, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), in Anwesenheit vieler prominenter Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Kultur den "Sustainability Award 2018" an acht Siegerprojekte.

Im Rahmen der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung initiierten das BMNT und BMBWF 2007 den "Sustainability Award" als Projekt. Der Preis selbst wurde erstmals 2008 und seither alle zwei Jahre vergeben.

Eine prominente sechsköpfige Jury aus Wissenschaft und Gesellschaft hat insgesamt 76 Einreichungen von 26 Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen begutachtet und die Gewinnerinnen und Gewinner in acht Handlungsfeldern ausgewählt. Die Siegerprojekte sind dabei so vielfältig wie die nachhaltige Entwicklung selbst und berücksichtigen neben Umweltaspekten auch soziale Anliegen und wirtschaftliche Entwicklungen.

Bei der Verleihung äußerte sich Bundesministerin Köstinger unter anderem zur großen Bedeutung der Universitäten im Nachhaltigkeitsdiskurs: „Einerseits fungieren Hochschulen als Impulsgeber zur Lösung praktischer Probleme und andererseits als Plattformen zur Verbreitung von Wissen und Fertigkeiten. Zusätzlich verbinden sie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander und sind damit wertvolle Begegnungsstätten und Knotenpunkte für die gesellschaftliche Integration.“

Bundesminister Faßmann betonte weiter: „Die gegenwärtigen globalen und lokalen Nachhaltigkeitsherausforderungen sind gekennzeichnet von wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Trends und sich damit einer schnellen oder einfachen Lösung entziehen.“

Acht Preisträgerprojekte:

Die "Sustainability Awards 2018" werden in acht Kategorien vergeben, wobei es jeweils erste, zweite und dritte Plätze gibt. Jede österreichische Hochschule kann ihre Projekte für die Awards einreichen. Eine Besonderheit sind hochschulübergreifende Einreichungen, in diesem Jahr wieder insgesamt 12.

Lehre und Curricula

Universitätslehrgang "Global Citizenship Education" zu den UN-Sustainable Developement Goals (SDGs), Alpen-Adria-Universität Klagenfurt;

Forschung

"Agricultural Risk Information System (ARIS)", ein Monitoringsystem für wetterbezogene, nutzpflanzenspezifische Risiken, Universität für Bodenkultur Wien;

Strukturelle Verankerung

"WISIA: Women in Science - an interdisciplinary association, Vernetzung von Wissenschaftlern in Österreich und unterstützt die nachhaltige Entwicklung an Universitäten und Hochschulen, hochschulübergreifen;

Studentische Initiativen

"Nachhaltige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung", Kinderbüro der Universität Wien;

Verwaltung und Management"

„Zusammenklänge - Musizieren mit Flüchtlingen", Universität für Musik und darstellende Kunst Wien;

Kommunikation und Entscheidungsfindung

"Nachhaltigkeitsbewertung von wissenschaftlichen Publikationsorganen: der Sustainability-Factor

(S-Factor)", hochschulübergreifend;

Regionale Kooperation

"Sol-Pol - Solarenergietechnologien auf Basis von Polymerwerkstoffen", ein Kooperationsprojekt der Johannes Kepler Universität Linz, der Kunstuniversität Linz und der Leopold-Franzens-Universität

Innsbruck;

Internationale Kooperation

"SUNDERPUR housing", Kunst Universität Linz;

 

Veröffentlicht am 11.06.2018, Nachhaltige Entwicklung und natürliche Ressourcen (Abteilung III/2)