Green Presidency - Österreichischer Ratsvorsitz 2018

Während des österreichischen Ratsvorsitzes wird durchgängig ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement angestrebt.

Österreich ist mit der Initiative „Green Events Austria“ des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus seit vielen Jahren in Europa Vorreiter beim Thema nachhaltiger Veranstaltungsorganisation. Mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Meetings und Green Events wurde 2010 das erste europäische Zertifizierungssystem für nachhaltige Veranstaltungen entwickelt. Das österreichische Umweltzeichen soll dazu beitragen…

  • Umweltbelastungen bei Veranstaltungen zu verringern,
  • die regionale Wirtschaft zu berücksichtigen,
  • soziale und kulturelle Akzente zu setzen
  • und die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit zur Bewusstseinsbildung zu nutzen.

Seit 2010 wurden bereits über 800 Meetings und rund 250 Events mit dem Umweltzeichen für Green Meetings und Green Events abgehalten.

Aufbauend auf dieser beispielgebenden österreichischen Tradition der letzten zehn Jahre wird während des österreichischen Ratsvorsitzes durchgängig ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement angestrebt. Das Austria Center Vienna (ACV), Hauptveranstaltungsort des österreichischen EU-Ratsvorsitzes, bietet beste Voraussetzungen für die Organisation von „Green Presidency“-Veranstaltungen. Die nach dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierte Location verfolgt einen ganzheitlichen Managementansatz, der neben ökonomischen und sozialen Belangen umfassende Maßnahmen im Umweltbereich umsetzt. Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, thermische Solaranlage, LED-Beleuchtung, Abfallvermeidung und -trennung, Brauchwassersysteme und wassersparende Sanitäranlagen, beste Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Tankstellen für Elektroautos bis hin zum zertifizierten Cateringunternehmen mit saisonalen, regionalen und Bio-Produkten sind aktive Beiträge zum Umweltschutz.

Das Veranstaltungsmanagement berücksichtigt während der Ratspräsidentschaft folgende Bereiche:

  • Förderung umweltfreundlicher Mobilität über zentrale Shuttledienste und öffentliche Erreichbarkeit der Veranstaltungsorte
  • Angebot von saisonalem, regionalem Catering mit Bio-Produkten
  • Beschaffung nach ökologischen Kriterien u.a. von Schreibmaterialien, Seidenkrawatten/-tücher und Bürogeräten
  • Kommunikation der Nachhaltigkeitsbestrebungen an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Partner zur Bewusstseinsbildung und Motivation, eigene Beiträge zu leisten
  • Kooperation mit zertifizierten Dienstleistungspartnern wie Hotels, Locations oder Caterern
  • Weiterbildungsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ressorts zum Thema Nachhaltige Veranstaltungsorganisation und
  • Zertifizierung der Veranstaltungen nach dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Meetings.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Tagungen während des österreichischen Ratsvorsitzes werden mit Hilfe eines Leitfadens ermutigt, die Bemühungen um nachhaltige Veranstaltungen zu unterstützen. Ihnen wird beispielsweise nahegelegt, sich für ein umweltzertifiziertes Hotel zu entscheiden, das Angebot getrennter Abfallsammlung im Konferenzzentrum zu nutzen, digitale Materialien statt Papierausdrucken zu verwenden oder zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Einen wesentlichen Beitrag leistet hierbei das „Presidency Portal for Informal Events“ (PPI), das erstmals während des österreichischen EU-Ratsvorsitzes zum Einsatz kommt und den Dokumentenaustausch über ein Online-Portal ermöglicht. Mit der Green Presidency Initiative gelingt es die Bundesressorts und eine Vielzahl von Partnerunternehmen für das Thema der nachhaltigen Veranstaltungsorganisation und Beschaffung zu sensibilisieren. Damit gehen die Wirkungen von „Green Presidency“ weit über das Präsidentschafts-Halbjahr hinaus!

Die im Rahmen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes organisierte internationale Konferenz „Events for a Greener Europe“ des BMNT (5. bis 6. Juli 2018) nahm die Thematik des umweltschonenden Veranstaltungsmanagements auf und setzte sich zum Ziel, europäische Politiken zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des Sektors zu diskutieren.

Nähere Informationen zur Konferenz finden Sie unter Events for a Greener Europe.

 

Veröffentlicht am 30.05.2018, Nachhaltige Entwicklung und natürliche Ressourcen (Abteilung III/2)