Umwelttechnologie „made in Austria“ sichert Umwelt- und Lebensqualität

Die österreichische Umwelttechnikindustrie gehört heute zu den innovativsten der Welt und wächst schneller als die heimische Wirtschaft insgesamt. 

Österreichische Unternehmen besetzen in der Umwelt- und Energietechnologiebranche heute bereits eine hervorragende Position und punkten durch hochqualitative Produkte und Systemleistungen. Die Entwicklung von technologischen Innovationen in diesem Bereich ist ein Schlüsselfaktor für ein ressourceneffizientes und kreislauforientiertes Wirtschaften. Als Zukunftsmodell schafft die österreichische Umwelttechnologiebranche Arbeitsplätze, stärkt die österreichische Wettbewerbsposition und trägt zu einem auch in der Zukunft lebenswerten Österreich bei.

Seit 1993 hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Branche demnach auf rund 41.400 Personen verdreifacht. Insgesamt sind in dem Sektor 2.500 heimische Unternehmen aktiv. Ihr Umsatz beträgt insgesamt 12,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von mehr als drei Prozent.

Die heimische Umwelttechnikindustrie ist kontinuierlich im Aufwind und spielt auch international in der TOP-Liga: 72 Prozent der Umsätze werden im  Export erwirtschaftet, die Anzahl der Arbeitsplätze ist in den letzten 25 Jahren auf das 3-fache gestiegen und der Umsatz um das 6,5-fache. Die Green Tech- Branche leistet einen  wertvollen Beitrag für unsere Umwelt, stärkt den Wirtschaftsstandort und schafft wichtige Arbeitsplätze

Erstmals wurden in dieser Studie auch die Effekte dieses innovativen Industriezweiges auf andere Volkswirtschaftsbereiche bemessen. Indirekt und induziert bringt die produzierende Umwelttechnologiebranche  weitere 59.854 Beschäftigungsverhältnisse hervor. Insgesamt sichert der produzierende Bereich der Umwelttechnologiebranche somit annähernd 91.000 Arbeitsplätze in Österreich. Dies bedeutet: Jeder neue Beschäftigte in einem produzierenden Unternehmen der Umwelttechnikindustrie schafft annähernd zwei zusätzliche Arbeitsplätze in anderen Bereichen der österreichischen Volkswirtschaft (insb. Dienstleistungs- und Handelssektor). Ein Euro direkte Bruttowertschöpfung der Umwelttechnikindustrie (produzierender Bereich) bewirkt 0,65 Euro an indirekter und 0,5 Euro an induzierter Bruttowertschöpfung (vgl. IWI-Studie 2017).

Österreich nimmt vor allem im Bereich der energetischen Nutzung von Wasserkraft, Biomasse Solarthermie, im Bereich des ökologischen Bauens aber auch in den klassischen Umwelttechnologiebranchen wie z.B. dem Wasser- und dem Abfallmanagement eine internationale Spitzenposition ein. Eine kontinuierlich wachsende Nachfrage nach Umwelttechnik-Produkten und Umwelttechnik-Dienstleistungen, strenge gesetzliche Vorschriften, Standards und Regulierungen sowie eine Vielzahl einschlägiger Förderprogramme auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene stellen wesentliche Rahmenbedin­gungen für die Umwelttechnikunternehmen dar.

Um diese positive Entwicklung in der Umwelttechnologiebranche, die sich durch ein überdurchschnittliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum auszeichnet langfristig zu stärken, wurden der "Masterplan Umwelttechnologie" und in weiterer Folge der „Masterplan Green Jobs“ erstellt. Das Ergebnis ist eine Erfolgsbilanz: Österreich ist in der Umwelttechnik sehr breit aufgestellt, ist in allen wichtigen Segmenten vertreten und hat eine im Vergleich zur Sachgütererzeugung überdurchschnittliche Forschungsintensität und einen sehr hohen Anteil an innovativen Unternehmen (ca. 80%). Umfangreiche Aus- und Weiterbildungsprogramme (z. B. Klima:aktiv, www.kursfinder.at) erhöhen das Qualifikationsniveau in der Umwelttechnik und führen zu Wettbewerbsvorsprüngen. Auch die "Exportinitiative Umwelttechnologie" des BMNT gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich geht in diese Richtung. Diese trägt dazu bei, neue Märkte zu erschließen und die Bekanntheit österreichischer Umwelttechnologien international zu steigern. Darüber hinaus verfügt das BMNT mit der Umweltförderung im Inland über das zentrale Förderungsinstrument des Bundes im Bereich der Vermeidung von klimarelevanten Gasen und betrieblicher Energieeffizienz.

doerthe.kunellis@bmlfuw.gv.at

Veröffentlicht am 23.06.2017, Betrieblicher Umweltschutz und Technologie (Abteilung V/7)