Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen liegt im Süden Oberösterreichs. Er umfasst das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge.

Der Nationalpark Kalkalpen liegt im Süden Oberösterreichs. Er umfasst das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge. Wald, Wasser, Fels, und Almen prägen die Gebirgslandschaft. Eine Besonderheit sind die unverbauten Bachläufe (über 200km!) sowie über 800 Quellen.

Gebietsbeschreibung

Das Ramsar-Gebiet "Nationalpark Kalkalpen" umfasst das Reichraminger Hintergebirge sowie den größten Teil des Sengsengebirges. Das Reichraminger Hintergebirge zählt zu den größten geschlossenen Waldgebieten Österreichs! Hier gibt es weder öffentlichen Verkehrswege noch Siedlungen.

 
Eines der längsten unversehrten Bachsysteme der Ostalpen ist im Reichraminger Hintergebirge zu finden. Alte Klausen und verfallene Triftsteige erinnern heute noch an die Holznutzung in früheren Zeiten. Der Nationalpark Kalkalpen ist ein Mosaik vielfältiger Lebensräume. 
 
Das Sengsengebirge ist ein nördlicher Vorposten der alpinen Kalkalpen. Der etwa 20 km lange Hauptkamm erreicht mit dem Hohen Nock (1.963m) seine höchste Erhebung. Der Name Sengsengebirge lässt sich von der Nutzung der Wälder als Energiequelle für die früher hier sehr zahlreichen Sensen- schmieden herleiten.

Vier Fünftel der Nationalpark Fläche ist mit Wald bedeckt.
Insgesamt 30 verschiedene Waldgesellschaften gibt es im Nationalpark - der Fichten-Tannen-Buchenwald dominiert das Landschaftsbild.

Der Wald war über Jahrhunderte wichtigster Energie- und Rohstofflieferant. Die Nutzung hat ihn vielfach verändert: Der Anteil von Fichte und Lärche ist auf Kosten von Tanne, Buche und anderen Laubgehölzen gestiegen. 


Geografische Gebietsbeschreibung

Das Ramsar-Schutzgebiet "Nationalpark Kalkalpen" umfasst das Reichraminger Hintergebirge und den größten Teil des Sengsengebirges (Mittelpunktskoordinaten: 14°25'E - 47°35'N). Es liegt südlich der Verbindungslinie zwischen Molln und Reichraming und nördlich der Verbindungslinie zwischen St. Pankraz - Windischgarsten - Rosenau / Hengstpass.

Die Südostgrenze verläuft entlang der Straße von Oberlaussa nach Unterlaussa. Im Osten verläuft die Grenze von der Einmündung des Weißenbachs entlang des Großen Bachs bis zum Annerlsteg, von dort zur Anlaufalm und über Wolfskopf und Hörndlmauer unter Ausnehmung der Bergeralm zum Hochkogel und Breitenberg. Von dort über die Königbauernalm entlang des Teufelsgrabens bis zum Laussabach. Von dort verläuft die Grenze orographisch linksufrig entlang des Laussabachs bis zur Laussabauernalm, wobei die Peterbauernalm ausgenommen ist.

Im Süden läuft die Grenze über Laussabauernalm und Puglalm bis zum Hengstpaß unter Aussparung der Menaueralm. Vom Hengstpass über Kreuzau und Dörflmairalm zum Langfirst und den Langfirst entlang bis zum Haslersgatter. Von dort zum Kleinerberg hinunter zum Salzabach und entlang des Fußes der Steinwand bis zum Steinwändler. Von dort entlang der Straße bis zum Schrecksteiner und weiter über Geierkogel und Spanriegel zu Taschengraben, Höllgraben und Gsollingriedel zur Straße im Langen Graben. Die Straße entlang bis zur Teufelskirche und von dort zum Lackerboden und rund um den Spering. Enklaven im Süden sind Mairreith, Rumplmaírreith, Rettenbacherreith, Rießriegel und Stadler sowie die Teile von Steinwand und Einhang zum hinteren Rettenbach im Besitz Rießriegler.

Im Norden verläuft die Grenze von der Haidenalm entlang der Anstandmauer und des Schwarzkogels zum Urlach. Von dort entlang der Schutzzone des Bundesheerschießplatzes Hopfing zu Rücken über dem Dirnpaltengraben und Schöneck. Von dort entlang des Langfirst zur Jaidhaustalstraße, bis ans Straßenende und unterhalb des Haderlauskögerls zur Anstandmauerstraße. Diese Straße entlang bis zur Nesselleithen und zur Scheiblingau.

Weiter über Rotwagmauer und Schirmkogelstraße zur Ebenforstalm, von dort über den Sulzkogel zum Trogtal und zur Ramingleithen. Weiter unter Einbeziehung des Kohlersgrabens über den Predigtstuhl zur Straße im Wilden Graben. Diese Straße aufwärts bis zur Aueralmhütte und zum Fliegengraben, weiter aufs Mosereck und über Kreuzeck, Mitterberg und Bauerneck zur Einmündung des Großweißenbachs uns von dort wieder zur Mündung des Weißenbachs in den Großen Bach. 
 

Information

Informationen über den Nationalpark Kalkalpen sind bei nachfolgend genannter Stelle erhältlich:
 

Nationalpark Zentrum Molln
Nationalpark Allee 1
A- 4591 Molln
Telefon +43 (0)7584/3651, Fax 3654
nationalpark@kalkalpen.at
http://www.kalkalpen.at/

Veröffentlicht am 05.04.2019, Umweltbundesamt GmbH - Wien (UBA - W)