LIFE-Projekt „Ausseerland“ erfolgreich abgeschlossen

Projektabschlussfeier am 18.Juni im Kohlröserlhaus am Ödensee (Bad Aussee, Steiermark)

Am 18. Juni 2019 findet anlässlich des erfolgreichen Finales des LIFE-Projekts „Ausseerland“ in der Bad Ausseer „Kohlröserlhütte“ am Ufer des Ödensees eine Abschlussfeier mit den wichtigsten Unterstützern und Projektbeteiligten statt.

6 Jahre lang -  von 2013 bis 2019 – haben sich die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) gemeinsam mit dem Land Steiermark (Wasserbau und Naturschutz) und dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) engagiert, im Bereich des „Mitterndorfer Biotopverbunds“ bei Bad Mitterndorf sowie in zahlreichen anderen Flächen in und nahe Bad Aussee Gewässerrevitalisierungs- und Naturschutzmaßnahmen auf 24.000 Hektar Naturflächen im Ausseerland durchzuführen.  Der Erfolg gibt ihnen recht ! Weitere Projektpartner waren die Wildbach- und Lawinenverbauung , das BFW, die Gemeinden Altaussee und Grundlsee; der WWF; BirdLife; Naturschutzbund Steiermark; Gebietsbetreuung Europaschutzgebiete Steirisches Dachsteinplateau und Totes Gebirge und der Landesfischereiverband Steiermark.

Erstmals wurden in der Region des Dachsteinplateaus und des Toten Gebirges die Lebensräume schützenswerter Tierarten über die Grenzen von Siedlungs- und Wirtschaftsgebieten hinweg großräumig vernetzt. Im Vordergrund stand die ökologische Weiterentwicklung von Waldgesellschaften sowie die Renaturierung von Feuchtgebieten, insbesondere von Mooren und Kleingewässern und die Errichtung von Öko-Korridoren für schützenswerte Arten. Über die Revitalisierung von 15 Flusskilometern der Salza wurden Lebensräume für gefährdete Arten wie den Steinkrebs, die Gelbbauchunke oder den Alpenkammmolch erhalten, erweitert und erstmals auch verbunden. Andere gefährdete Arten wie z.B. Alpenbockkäfer, Dreizehenkäfer, und Auerhuhn profitieren nun von einem erhöhten Totholzanteil, der als unverzichtbarer Bestand eines gesunden Waldes gilt. Im „Mitterndorfer-Biotopverbund“ kam es auch zu  Erweiterungen der bestehenden N2000 Gebiete als „Habitatverbund Raufußhühner“.

Das LIFE-Projekt „Ausseerland“ mit einem Gesamtprojektvolumen von 5,700.000 EURO wurde zu 50 % von der EU gefördert, die nationale Kofinanzierung entfiel auf Bund, Land Steiermark und die ÖBf.

Veröffentlicht am 17.06.2019, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)