Gemeinsame Strategie im Natur- und Artenschutz

Erstmals seit 16 Jahren fand in Tirol wieder eine Länder-Naturschutzkonferenz statt. Sie ist ein erster und wichtiger Schritt für mehr Kooperation in den Bereichen Naturschutz und Biodiversität.

Eine intakte Natur mit all ihrer Vielfalt ist die Grundlage für ein lebenswertes Österreich. Die Sicherung dieser Naturgüter für nachkommende Generationen ist eine unumgängliche Pflicht. Umweltminister Andrä Rupprechter begrüßte die Initiative der Tiroler Landesregierung, alle politischen Verantwortlichen bei der Tagung im Landhaus in Innsbruck dazu an einem Tisch zu versammeln.

Ländliche Entwicklung

Neben aktuellen Naturschutzthemen stand auch die Finanzierung aus dem Programm für Ländliche Entwicklung 2014 – 2020 auf der Agenda. Das LE-Programm ist das wichtigste Finanzierungsprogramm im Naturschutz, für welches das Lebensministerium die Hauptverantwortung trägt. In diesem Bereich gibt es eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Lebensministerium und den Ländern. Zielsetzung des Lebensministeriums ist, das finanzielle Volumen der vergangenen Programmperiode im Bereich Naturschutz und ÖPUL wieder zu erreichen.

Natura 2000

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war das aktuelle EU-Vertragsverletzungsverfahren hinsichtlich Natura 2000. Dabei geht es um die Klärung der Frage, wie das österreichische Natura 2000-Netzwerk bestmöglich vervollständigt werden soll, um die von der Europäischen Union bemängelten Defizite zu beheben. Diese sind unter anderem auch im österreichischen Bericht über den Zustand der heimischen Natur, der heute ebenfalls präsentiert wird, zu finden. Der Status-Bericht wird alle sechs Jahre von der Europäischen Kommission von allen EU-Mitgliedsstaaten eingefordert.

Zielsetzungen

Umweltminister Andrä Rupprechter regte bei der Tagung dazu an, solche Naturschutzkonferenzen künftig regelmäßig abzuhalten, um eine effizientere Strategie beim Naturschutz zu erreichen und damit einen wichtigen Schritt hinsichtlich einer besseren Koordination und Vernetzung untereinander zu setzen. Darüber hinaus schlug der Minister vor, die NaturschutzreferentInnen bei dem Treffen der UmweltreferentInnen der Länder zukünftig einzubeziehen. Rupprechter will zudem zukünftig die UmweltreferentInnen in die Umwelträte der EU aktiv einbinden.

Veröffentlicht am 29.10.2014, Kommunikation und Service (Abteilung Präs. 5)

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