ENSREG-Konferenz zur Nuklearen Sicherheit am 6. und 7. Juni 2019 in Brüssel

Zwei Tage lang diskutierten Stakeholder aktuelle Themen, Errungenschaften und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nuklearen Sicherheit.

Bereits zum fünften Mal fand am 6./7. Juni 2019 in Brüssel die ENSREG-Konferenz (5th Regulatory Conference, Nuclear Safety in Europe) statt.

Stakeholder aus den verschiedensten Bereichen (zB Behörden, NGOs, Industrie, aber auch Betreiber) aus vielen Ländern diskutierten aktuelle Themen, Errungenschaften und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nuklearen Sicherheit.

Die Konferenz umfasste mehrere Arbeitssitzungen. Ein wichtiges Thema der Konferenz war die erste themenbezogene Peer Review (Topical Peer Review (TPR)). Die Richtlinie Nukleare Sicherheit sieht TPR – auch als Mini-Stresstests bezeichnet - vor. Die erste TPR erfolgte 2017/2018 zum Thema Alterungsmanagement von Kernkraftwerken und bestimmten Forschungsreaktoren. Andere Themen der Konferenz umfassten die Stilllegung von kerntechnischen Anlagen sowie die Entsorgung radioaktiven Abfalls, die Standardisierung der Versorgungskette und veraltete Komponenten sowie das Wissensmanagement im Nuklearbereich.

Die Präsentationen und eine Zusammenfassung der Konferenz sind auf der ENSREG Website verfügbar.

ENSREG (European Nuclear Safety Regulators Group) ist eine unabhängige Expertengruppe, die von der Europäischen Kommission im Jahre 2007 eingesetzt wurde. Die Mitglieder sind hochrangige Vertreter der nationalen Aufsichtsbehörden im Bereich der Nuklearen Sicherheit, des radioaktiven Abfalls sowie des Strahlenschutzes bzw. höhere Beamte aller 28 Mitgliedstaaten der EU sowie Vertreter der Europäischen Kommission. Die Aufgabe von ENSREG ist es, die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten bei der nuklearen Sicherheit in Europa und beim Umgang mit der Entsorgung des radioaktiven Abfalls zu verbessern. Bekannt geworden ist ENSREG vor allem im Zusammenhang mit den Stresstests für Kernkraftwerke, die nach der Katastrophe von Fukushima durchgeführt wurden.

Veröffentlicht am 08.07.2019, Chemiepolitik und Biozide (Abteilung V/5)