157 Hochwasserschutzprojekte

Die Kommission Wasserwirtschaft hat in ihrer 79. Sitzung vom 12. April 2019 157 Hochwasserschutzprojekte mit einer Bundesfinanzierung von 36,107 Mio. € zur Umsetzung empfohlen.

 

Hochwasserschutzmaßnahmen helfen die Gefahren durch Hochwasser deutlich zu minimieren. Die Finanzierungszusage gewährleistet eine rasche Umsetzung der eingereichten Projekte. So können Ufermauern, Dämme und Rückhaltebecken gebaut und dem Wasser genügend Raum gegeben werden, wo dies möglich ist.

Ziel ist es, mit der Umsetzung von Hochwasserschutzprojekten die Bevölkerung und ihren Siedlungsraum vor Hochwasser zu schützen.

Hochwasserschutz Piesting in Wöllersdorf-Steinabrückl

Für die Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrück ist ein 100-jährlicher Hochwasserschutz geplant. Die Bauarbeiten werden in zwei Bauabschnitten (BA 01–Wöllersdorf, BA 03 – Steinabrückl) durchgeführt. Beim BA 01 werden 2 Brücken und ein Steg neu gebaut, 2 Brücken adaptiert und 2 bestehenden Sohlstufen in fischpassierbare Rampen umgebaut. Beim BA 03 werden Dämme und Mauern entlang der Piesting errichtet und 2 bestehende Sohlstufen in fischpassierbare Rampen umgebaut. 9,362.000,00 €  kostet das Hochwasserschutzprojekt, davon finanziert der Bund 3,576.284,00 €. Baubeginn ist September 2019. Bis Ende 2025 ist die Fertigstellung geplant.

LIFE-Projekt „Tiroler Lech II“

Beim LIFE-Projekt „Tiroler Lech II“ ist bei der zusätzlich geplanten Maßnahme  „C.13 -  Aufweitung Hängebrücke Forchach“ die Entfernung der Längsverbauungen sowie die Aufweitung des Lechbettes vorgesehen.

Der desolate Zustand der Fußgänger-Hängebrücke (Baujahr 1924) über den Lech erfordert aus wirtschaftlicher Sicht einen Neubau, den die Gemeinde Forach ermöglicht. Durch den Neubau ergibt sich die Gelegenheit, die Engstelle aufzuweiten um den Lech mehr Lebensraum zurückzugeben. Das Projekt umfasst die Erdarbeiten zur Gerinneaufweitung und den Neubau der Fußgängerbrücke über den Lech.

1,170.000 € kostet das Projekt, davon finanziert der Bund 229.600 €, die EU (Life-Projekt) 492.000 € und die Gemeinde Forach 350.000 €.

Freudenthaler Ache

Die Freudenthaler Ache entwässert gemeinsam mit der Dürren Sprenzl ein Einzugsgebiet von ca. 19 km² im Gemeindegebiet der Marktgemeinde Frankenmarkt.

Die vorhandenen Abflussquerschnitte der Gerinne, als auch die Abflusskapazität verschiedener Einbauten reichen nicht aus, die gesamte Hochwassermenge schadlos abzuführen. Durch den Vorlandabfluss werden Siedlungsbereiche, die Westbahnstrecke als auch Betriebsbaugebiete gefährdet.  

Zweck ist, das bestehende Siedlungs- und Betriebsareal hochwassersicher zu machen.

Ein Retentionsbecken an der Freudenthaler Ache und eine Linienführung an der Dürren Sprenzl werden die gefährdeten Bereiche sichern. Die ökologische Verbesserung der Gerinnestrecke durch gesonderte ökologische  Begleitplanung ist ein zentraler Bestandteil der gesamten Projektierungsarbeit. 6,200.000 € kostet das Hochwasserschutzprojekt, davon finanziert der Bund 2,518.992 € und die ÖBB 369.000 €.

 

Veröffentlicht am 17.06.2019, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)