Hochwasserschutz Möllbrücke

Nach den Katastrophenhochwässern 1965 und 1966 wurde an der Möll in den 1970er Jahren ein Regulierungsprojekt entlang der Ortschaft Möllbrücke bis zur Mündung in die Drau umgesetzt. Die aktuelle Gefahrenzonenausweisung zeigt für die Ortschaft Möllbrücke beidufrig über weite Bereiche Überbordungen, mit daraus resultierenden großflächigen Überflutungen.

2012 wurde eine Vorstudie für das vorliegende Hochwasserschutzprojekt und mehrere Varianten erarbeitet und nach ökonomisch-ökologischen Gesichtspunkten bewertet.

Aufgrund der Abflussraumcharakteristik, der Topographie und der beengten Platzverhältnisse ist ein ganzheitlicher Hochwasserschutz in Möllbrücke nur mit linearen Hochwasserschutzmaßnahmen - Erhöhung bereits bestehender Dämme und die Errichtung von Hochwasserschutzmauern - erreichbar.

Im Bereich der Verkehrswege kommen auch mobile Hochwasserschutzelemente zum Einsatz. Parallel zu den Schutzmaßnahmen wurde ein laufendes System von Sammel- und Transportleitungen, Schieberschächten, sowie Pumpschächten geplant.

Im Projektgebiet münden zwei Zurbinger linksufrig in die Möll ein. Um das Schutzziel zu erreichen, werden diese linearen Maßnahmen in Form von Dammerhöhungen, Mauern und eines Einbindedammes umgesetzt. Die unmittelbare Einmündung der Zubringer in die Möll wird zukünftig fischpassierbar ausgeführt.

Die technischen Schutzmaßnahmen werden mit standortgerechten Wiesenmischungen eingesät. Entlang der Mauern werden Kletter- und Rankpflanzen gesetzt und standortgerechte Bepflanzungen mit Gehölzen durchgeführt.

Die zukünftige Funktionsfähigkeit des Hochwasserschutzes wird über ein Pflege- und Instandhaltungskonzept gewährleistet.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 3,900.000 €, davon werden 43,4 %vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus übernommen.

Mit der Umsetzung des Projektes wurde 2017 begonnen und soll 2020 abgeschlossen sein.

 

Veröffentlicht am 27.04.2018, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung IV/6)