Hochwasserschutz Villgratenbach

Am Fuße der Burg Heinfels ist der Bauabschnitt 01 des Villgratenbaches fertiggestellt!

Nach dreijähriger Bauzeit wurde der erste Bauabschnitt des Hochwasserschutzes am Unterlauf des Villgratenbachs in Heinfels von der Einmündung in die Drau bis zur Firma EGO am Eingang ins Villgratental fertiggestellt. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, das Land Tirol und die Gemeinden Heinfels und Sillian haben das 3,26 Euro teure Schutzprojekt gemeinsam finanziert und umgesetzt. Davon wurden vom BMNT 48 % bezahlt.

Ziel ist die Bevölkerung vor Naturgefahren bestmöglich zu schützen und ökologische Verbesserungen an Flüssen und Bächen durchzuführen.

Um die Hochwassersicherheit herzustellen waren knapp 22.000 Arbeitstunden, 12.000 Tonnen Wasserbau- und Mauersteine, viel Beton, Stahl und Erdbewegungen notwendig. Ziel war es, die Abflusskapazität zu erhöhen und damit Überflutungen bis zu einem 100-jährlichen Hochwasserereignis zu verhindern

Wie auch die Drau wurde der Villgratenbach von der Mündung bis zur historischen Pun-Brücke um bis zu einen Meter tiefergelegt. Auf einer Länge von 500 Metern wurden massive Uferschutzmauern errichtet. Auf der orografisch rechten Bachseite wurden die bestehenden Uferböschungen stabilisiert. Oberhalb der Pun-Brücke wurden die Ufer teilweise angehoben. Im Zuge des Hochwasserschutzes wurden auch die Passierbarkeit für Fische verbessert und die Uferbereiche fachgerecht und artenreich bepflanzt.

Im Herbst dieses Jahres ist der zweite Bauabschnitt am Villgratenbach vorgesehen. Herzstück ist eine massive Geschiebesperre beim TIWAG-Krafthaus am Schluchtausgang des Villgratenbachs. Die Landesstraße muss angehoben und eine neue Brücke errichtet werden. Linksseitig wird das Ufer durch Dämme und Mauern auf einer Länge von einem halben Kilometer angehoben. Die Kosten für diesen Bauabschnitt werden mit 4,6 Millionen Euro beziffert.

 

 

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Veröffentlicht am 18.04.2018, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)