Rückhaltebecken am Petersbach – ein Meilenstein für den Grazer Hochwasserschutz

Hochwassergefährdung in der steirischen Landeshauptstadt Graz wird durch ein weiteres Projekt reduziert.

Graz ist durch 52 Bäche und zahlreiche Gerinne hochwassergefährdet. 2006 wurde ein Sachprogramm zur Hochwassersanierung der Grazer Siedlungsräume ins Leben gerufen. Experten aus Bund, Land, Stadt Graz und Universitäten erarbeiteten Lösungsansätze. Berücksichtigt wird für alle Grazer Bäche der Hochwasserschutz, die Ökologie, die Siedlungswasserwirtschaft und die Raumplanung. An der Umsetzung wird intensiv gearbeitet. Priorität hat der Petersbach in Graz – St. Peter. Dieses Gewässer durchfließt stark bebaute Siedlungsbereiche. Mehrmals pro Jahr trat der Petersbach über die Ufer. Die Folgen waren verheerende Schäden an Objekten und Infrastruktur. Seit 2010 und 2015 sind die ersten Ausbauabschritte umgesetzt. Ein Planungsschwerpunkt für das Rückhaltebecken war eine ökologische Ausgestaltung. Volle Schutzwirkung tritt erst nach Errichtung des geplanten Beckens ein. Die Bereitstellung der erforderlichen Grundstücke verzögerte das Projekt. Die Arbeiten am Rückhaltebecken sollen mit 2021 abgeschlossen werden.

Die Gesamtkosten des Hochwasserschutzprojektes belaufen sich auf 6,000.000 €. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus finanziert 47 %, d.s. 2,820.000 €, das Land Steiermark 2,400.000 € und Interessenten 780.000 €.

Veröffentlicht am 27.05.2019, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)