Hochwasserschutz Piesting in Wöllersdorf-Steinabrückl

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus fördert den Hochwasserschutz an der Piesting in Wöllersdorf-Steinabrückl. 340 Objekte sollen im Gemeindegebiet von Wöllersdorf-Steinabrückl vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis der Piesting geschützt werden!

Am 18.10.2019 erfolgte der Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt an der Piesting. Seit 1940 sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Hochwässer dokumentiert mit besonderer Häufung in den 1970er, 1990er und 2000er Jahren. Obwohl es sich dabei „nur“ um Hochwässer von Jährlichkeiten von max. 50 handelte, wurden große Bereiche der betroffenen Gebiete überflutet und waren dabei sowohl die Siedlungsbereiche, Infrastruktur und landwirtschaftliche Produktionsflächen betroffen.

Geplant ist ein Hochwasserschutz mit Dämmen und Mauern entlang der Böschungsoberkante der Piesting. Zusätzlich werden Brücken und Stege für den Hochwasserabfluss adaptiert, um ein besseres Abflussvermögen zu erreichen. Als ökologische Besonderheit werden insgesamt 4 bestehende Sohlstufen (ca. 1 – 1,5m hoch) in fischpassierbare Rampen umgebaut. Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten (BA 01 Wöllersdorf, BA03 Steinabrückl). Das Hochwasserschutzprojekt wird von der Bundeswasserbauverwaltung umgesetzt, ein Teil davon in Eigenregie.

Die Gesamtkosten für die Hochwasserschutzmaßnahmen betragen € 9,362.000,00, davon übernimmt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus 38,2 %, d.s. 3,576.284 €.

Das Hochwasserschutzprojekt hat eine geplante Laufzeit von 2 Jahren und soll 2021 fertiggestellt sein.

 

Veröffentlicht am 30.09.2019, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)