Hochwasserschutz seit 2002 massiv verbessert

Die Erfahrung aus vergangenen Naturkatastrophen zeigt, dass die beste technische Verbauung ihre Grenzen hat.

Ziel bleibt:
• Schutz von Menschenleben
• Schutz der Lebensgrundlagen
• Schutz der Gewässer
• Minderung der Sachschäden
• Sicherung des Wiederaufbaus und Neuanfang
• Nachhaltigkeit der Maßnahmen
• Die Grenzen des Schutzes und die Verantwortung der Beteiligten aufzeigen
• Gefahrenkenntnis und Gefahrenbewusstsein fördern
• Angepasste Nutzung durch die Raumplanung sicherstellen
• Anreizsysteme zur Eigenvorsorge fördern
• Hochwasserrelevante, negative Entwicklungen erkennen
• Alle Planungen der öffentlichen Hand abstimmen
• Notwendige Schutzmaßnahmen ergreifen
• Notfallplanung und Katastrophenschutzmaßnahmen vorbereiten
• Finanzielle Vorsorge, Versicherungen und Schadensregulierung sicherstellen

In den letzten zehn Jahren wurden von Seiten des Bundes insgesamt 1,8 Milliarden Euro in den Schutz vor Naturgefahren investiert. In Kooperation mit den Bundesländern und Gemeinden konnte in allen Bundesländern große Hochwasserschutzprojekte erfolgreich umgesetzt werden.

Auch die Dienststellen in den Ministerien, die mit Naturgefahrenmanagement betraut sind, sind seit 2002 enger zusammengerückt, um den Gedanken des integrativen Naturgefahrenmanagements noch stärker zu leben und die Menschen in ihren Schutzanliegen bestmöglich zu unterstützen.

Die Sicherheit der Menschen in gefährdeten Gebieten hat höchste Priorität. Allein in den letzten fünf Jahren hat das Ministerium für ein lebenswertes Österreich fast 700 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren investiert. Damit konnten rund 7.400 Projekte umgesetzt werden.

Bei den Hochwasserereignissen der letzten Jahre gibt es eine Vielzahl von Beispielen, wo sich die Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren gelohnt haben und noch größerer Schaden verhindert werden konnte:

In Oberösterreich haben alle Rückhaltebecken gehalten und funktioniert, beispielhaft die Rückhaltebecken von Teichstätt (Mattighofen, Uttendorf), Sonnleitenspeicher, Fraham am Planbach und die Linearmaßnahmen in Uttendorf, Ebensee (bordvoll), Vöcklabruck und Schwertberg erwähnt.

In Salzburg haben sich insbesondere die enormen Investitionen seit 2002 entlang der Salzach bewährt. Beispielhaft Golling, Kuchl, Salzburg (Stadt), Hallein, Fuschler Ache, Seekirchen und Neumarkt erwähnt.

In Tirol haben sich die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Großache in Kirchdorf und St. Johann bewährt. In Kössen hat der in Bau befindliche Hochwasserschutz gehalten. Die Überflutungen waren ein Resultat von Ausuferungen im Bereich bestehender Schutzbauten.

In der Steiermark haben sich an der Enns die Maßnahmen in Schladming, Aich, Pruggern und Pürgg-Trautenfels bestens bewährt.

Trotz unzähliger Schutzmaßnahmen bleibt ein Risiko. Auch die besten Maßnahmen können nie 100%igen Schutz garantieren. Daher ist es wichtig, die Menschen auch darüber zu informieren, was sie selbst zum eigenen Schutz leisten können.

Die Broschüre „Leben mit Naturgefahren“ bietet nützliche Informationen und Tipps.


Diese Broschüre und weitere Studien und Publikationen zum Thema „Hochwasser in Österreich“ sind auf der Homepage des Ministerium für ein lebenswertes Österreich downloadbar. http://www.lebensministerium.at/publikationen/wasser.html
 

Veröffentlicht am 02.04.2014, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)