EU-Trinkwasser-Richtlinie: Sicheres Wasser für Europa

Die Europäische Kommission veröffentlichte am 1. Februar 2018 ihren Vorschlag zur Anpassung und Aktualisierung der EU-Trinkwasserrichtlinie an die WHO-Studie bei speziellen Qualitätsparametern und mit weiteren Verbesserungen.

In der Europäischen Union wurden seit 1980 mit der EG-Trinkwasserrichtlinie erstmals ein Rechtsrahmen zur Sicherung von Wasser für den menschlichen Gebrauch gewährleistet und Qualitätsstandards für Organismen und Stoffe festgelegt. Wasser ist allen EU-Bürgerinnen und Bürgern ein großes Anliegen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser ist ein zentrales Anliegen der Europäischen Kommission und aller Mitgliedsstaaten. Im zeitlichen Kontext zur ersten EU-Bürgerinnen und Bürgerinitiative „Right2Water“ („Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht“) hat die Europäische Kommission im Jahre 2014 eine öffentliche Konsultation gestartet und daraus nun wichtige Anliegen übernommen. Besonders große Unterstützung zu dieser Bürgerinitiative kam aus Österreich und Deutschland.

 

Zu den wichtigsten Punkten der aktuellen Modernisierung der EU-Trinkwasserrichtlinie zählen unter anderem die Ergänzung von 18 neuen Substanzen, mit strengeren Kriterien für Blei und Chrom, und ein Beitrag zur Erreichung der kürzlich vorgelegen Ziele der Plastikstrategie durch Reduktion der Nutzung von Plastikflaschen. Ein zentrales Anliegen ist auch der verbesserte Zugang zu Informationen zum Thema Trinkwasser für die Bevölkerung. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen einfachen Zugang zu Daten hinsichtlich Qualität und Sicherheit ihres Leitungswassers haben. Mehr Transparenz stärkt das Vertrauen in die Qualität des Leitungswassers.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter den angegebenen Links.

 

Veröffentlicht am 02.02.2018, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung IV/3)