Hochrangige Konferenz zum Schutz der Störe

Der Stör wird auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet und zählt zu den größten und ältesten Süßwasserfischen Europas. 85 Prozent der Störarten gelten als vom Aussterben bedroht. Im Rahmen des Österreichischen Ratsvorsitzes organisierte das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gemeinsam mit der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) am 9. und 10. Juli 2018 die "Europäische Stör-Konferenz" in Wien.

Ziel war es, weltweit führende Störexperten mit jenen Institutionen und NGOs zusammen zu bringen, die zum Schutz des Störs beitragen können.

50 Expertinnen und Experten aus der Europäischen Kommission, einer Meeresschutzkonvention, der Arten- und Naturschutzkonventionen, makroregionaler Strategien und zuständiger Behörden in den Donaustaaten,  sowie „Störschlüsselexperten“ aus den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich und Italien nahmen teil und berieten über konkrete Erfahrungen und Strategien zum Schutz und der Wiederansiedlung der Störe.

Führende Experten haben im Laufe der Konferenz darauf verwiesen, dass die zentrale Herausforderung nicht mehr darin besteht, Schutzmaßnahmen für den Stör in Europa zu diskutieren, sondern es auf Grund der dramatischen Verschlechterung der Bestände vor allem an der unteren Donau nunmehr bereits darum geht, wie man die Störe in Europa vor dem Aussterben bewahren kann. Hier käme auch der EU und ihren Institutionen einen zentrale Rolle zu, da sie für die Bewahrung des Störs wichtige Politikfelder steuert. 

Die Störkonferenz wurde von allen Teilnehmern (aus Europa, US, Kanada) als wichtig und großer Erfolg gesehen.

Vorträge, Unterlagen und Schlüsselbotschaften sind auf der Homepage der ICPDR abrufbar.

 

Veröffentlicht am 06.07.2018, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/3)