Schutz der Donaustöre – Eine Chance oder eine Last?

Vom 28. bis 30. Oktober 2019 fand in Galaţis, Rumänien, eine Konferenz zum Schutz der gefährdeten Donaustöre* statt – einer zwei Millionen Jahre alten wandernden Fischart, die nun vom Aussterben bedroht ist.

Fünf der sechs in der Donau beheimateten Störarten sind als kritisch gefährdet eingestuft, zwei der Arten werden bereits als ausgestorben geführt. Oberhalb der beiden Kraftwerke Eisernes Tor, in Rumänien, kommt überhaupt nur noch der Sterlet, die kleinste Stör Art (maximal 1,20 m; andere Stör Arten werden 2 bis 5 m), natürlich vor.

Die Konferenz konzentrierte sich auf die bedrohten Störarten im unteren Donauabschnitt und im Schwarzen Meeren. Ziel der Konferenz war es konkrete Maßnahmen zum Schutz der Donaustöre voranzutreiben, im Wesentlichen:

  • Eine Übersicht über den Stand der Stör-Populationen in der Donau und im Schwarzen Meer zu erhalten.  
  • Den zukünftigen Schutz der Störe zu verbessern.
  • Die notwendigen Fischereiverbote im gesamten Donaugebiet und im Schwarzen Meer zu bekräftigen.
  • Konkrete Schritte für Aufzucht- und Auswilderungsstationen von Stören in der Unteren Donau zu setzen.
  • Die Zusammenarbeit der Donauländer und Sektoren beim Schutz der Störe zu verstärken.
  • Die Ziele und Maßnahmen des Pan-Europäischen Aktionsplans für Störe der Berner Konvention (PANEUAP), der auch von der EU Fauna und Flora Habitat Richtlinie angenommen wurde, zielführend in die Praxis umzusetzen.
Veröffentlicht am 28.10.2019, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung I/3)