Eigenvorsorge bei Oberflächenabfluss - Ein Leitfaden für Planung, Neubau und Anpassung

Starkregen und Oberflächenabfluss: Gemeinsam vorsorgen!

Hochwasser nach Starkregen ist eine ernstzunehmende Gefahr.

Immer häufiger führen kleinräumige Niederschläge innerhalb von Minuten zu großen Mengen an Oberflächenabfluss, wobei der Klimawandel diese Starkregenereignisse zusätzlich beeinflusst. In bebauten Gebieten und insbesondere dort, wo unsere Böden stark verdichtet oder versiegelt sind, kann der Untergrund nur Teile des Niederschlages aufnehmen und speichern.

Zusätzlich sind die Abwassersysteme in unseren Städten und Gemeinden nicht für solch extreme Abflussmengen ausgelegt. An der Oberfläche abfließendes Wasser kann somit Keller, Wohnraum oder Tiefgaragen überfluten und sich zu schadensintensivem Hochwasser, ohne Bezug zu einem Gewässer, entwickeln.

Bewährte wasserbauliche Maßnahmen, die uns vor Flusshochwasser schützen, sind hier weitgehend wirkungslos, da die Wassermengen kurzfristig, unerwartet und abseits der Gewässer auftreten.

Somit ist eine ausreichende Vorwarnung nur in seltenen Fällen möglich, wodurch im Ereignisfall nur wenig Zeit zu reagieren bleibt. Deshalb ist die Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger, selbst objektbezogene Maßnahmen zu treffen, von wesentlicher Bedeutung.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen nämlich, dass eigenverantwortliche Vorsorgemaßnahmen das Schadensausmaß maßgeblich verringern. Der vorliegende Leitfaden hilft Ihnen zunächst, die Gefahrenlage für Ihr Haus oder Grundstück zu bewerten. Er gibt Ihnen darauf aufbauend Hinweise auf mögliche Schwachstellen am Gebäude oder Grundstück und welche Vorsorgemaßnahmen Sie bei Planung, Neubau oder Anpassung treffen können.

Damit wir uns bestmöglich vor den Auswirkungen von Starkregen und Oberflächenabfluss schützen können, ist Ihr Beitrag zur Hochwasservorsorge unverzichtbar!

Veröffentlicht am 08.04.2019, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung I/10)