Investitionen in unsere Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung

Bei der Kommission Wasserwirtschaft wurden 36,4 Millionen Euro an Förderungen für Projekte der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung genehmigt.

Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abwässer haben in Österreich eine lange Tradition und bilden eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität und den Wohlstand in allen Regionen Österreichs.

Dementsprechend wird die Errichtung der notwendigen Infrastruktur in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge seit Jahrzehnten forciert und maßgeblich vom Bund gefördert. Auch wenn der Ausbau der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich bereits weit fortgeschritten ist, besteht nach wie vor ein umfangreicher Handlungsbedarf. Neben der Ersterschließung des ländlichen Raums gilt es den hohen Standard der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch geeignete Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen langfristig zu erhalten.

Im Zuge der Sitzung hat sich die Kommission Wasserwirtschaft für die Dauer der 26. Gesetzgebungsperiode auch neu konstituiert. Den Vorsitz der Kommission hat erneut LH-Stv. Stephan Pernkopf aus NÖ übernommen.

Bei der Kommissionssitzung Wasserwirtschaft wurden insgesamt 711 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung mit einem Förderungswert von ca. 36,4 Mio. Euro genehmigt.

 

Mithilfe der Förderungsmittel konnten beispielsweise folgende nachhaltige Investitionen beschlossen werden:

Burgenland: Der Wasserverband Unteres Lafnitztal investiert insgesamt rund 620.000 Euro in die Errichtung von zwei Ersatzbrunnen in Krottendorf. Die beiden bestehenden Brunnen aus den 60er Jahren mussten stillgelegt werden. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden mit 24 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

Kärnten: Der Abwasserverband Karnische Region investiert insgesamt rund 1,3 Mio. Euro in die Errichtung und Erweiterung von Ortsnetzen im Verbandsgebiet. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 266 Einwohnern sichergestellt. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden mit 40 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

Niederösterreich: Zur zukünftigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung errichtet die Marktgemeinde Kautzen einen neuen Brunnen und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage. Die Projektkosten belaufen sich auf ca. 230.000 Euro, wovon ca. 25 % das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt.

Weiters beabsichtigt die Marktgemeinde Thaya die Neuerrichtung der bestehenden Kläranlage. Durch die geplanten Investitionen von ca. 2,1 Mio. Euro leistet die Gemeinde weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Gewässerreinhaltung. Das Vorhaben wird mit ca. 690.000 Euro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

Oberösterreich: Zur Sicherstellung der Abwasserreinigung rund um den Attersee saniert der Reinhalteverband Attersee die Abwasserpumpwerke an mehreren Standorten. Die Investitionskosten des zur Förderung beantragten Bauabschnitts belaufen sich auf ca. 2,3 Mio. Euro wovon ca. 375.000 Euro das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt.

Weiters beabsichtigt die eww AG in Wels die Neuerrichtung von ca. 1.500 m Trinkwasserleitungen zur Anbindung von weiteren Wohnobjekten an die städtische Wasserversorgung. Das Vorhaben wird mit ca. 96.000 Euro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

Salzburg: Der Wasserverband Obere Enns investiert insgesamt rund 1,5 Mio. Euro in die Sanierung von Quellleitungen. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden mit 20 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

Steiermark: Die Gemeinde Loipersdorf investiert insgesamt rund 1,25 Mio. Euro in eine neue Trinkwasseraufbereitungsanlage samt modernster Steuerungs- und Visualisierungstechnik, um auch in Zukunft die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser gewährleisten zu können. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gewährt dafür eine Förderung in Höhe von 25 % der förderungsfähigen Investitionskosten.

Tirol: Zur Sicherstellung der Abwasserreinigung in der Stadt Innsbruck sanieren die Innsbrucker Kommunalbetriebe Mischwasserkanäle und Hausanschlüsse. Die Investitionskosten des zur Förderung beantragten Bauabschnitts belaufen sich auf ca. 1,2 Mio. Euro, wovon ca. 230.000 Euro das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus trägt.

Weiters errichtet der Wasserverband Aschau-Kaltenbach-Ried über 2.000 m neue Trinkwasserleitungen zur Absicherung der Trinkwasserversorgung in seinem Versorgungsgebiet. Der aktuelle Bauabschnitt wird mit rund 350.000 Euro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

Vorarlberg: Die Marktgemeinde Nenzing investiert insgesamt 3,3 Mio. Euro in die Erschließung des Ortsteils Gurtis. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 476 Einwohnern sichergestellt. Die förderungsfähigen Investitionskosten werden mit 11 % vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

Wien: Mit Hilfe der beantragten Förderungen können rund 30 Kilometer Wasserleitungen saniert werden. Die entsprechenden Investitionen in der Höhe von ca. 33 Mio. Euro werden seitens des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus mit 12% gefördert.

Veröffentlicht am 16.05.2018, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)