2. NGP - Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan 2015

Der NGP 2015 ist am 26.08.2017 zeitgleich mit der NGP-Verordnung 2015, kundgemacht im BGBl. II Nr. 225/2017, in Kraft getreten.

Im zweiten Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP 2015) werden Ziele und Maßnahmen zu Verbesserung der Gewässer festgelegt.

Alle relevanten Fachinformationen können im Wasserinformationssystem-Austria (WISA) im Bereich Gewässerbewirtschaftungsplan>NGP 2015 abgerufen werden.

Die Broschüre 2. Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan – Für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Gewässer enthält eine Aufbereitung der wichtigsten Informationen.

Der Zustand unserer Gewässer muss in den nächsten Jahren weiter verbessert und nachhaltig gesichert werden. Der Gewässerbewirtschaftungsplan schreibt fest, wie und wann das Ziel des „guten Zustands“ der Gewässer erreicht werden soll. Zahlreiche Maßnahmen, die bereits im ersten Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP 2009) enthalten sind, wurden zwischenzeitlich umgesetzt bzw. werden nun weitergeführt.

Um die vorgegebenen Ziele zu erreichen, ist die Einbeziehung der Öffentlichkeit ein wichtiges Instrument im Umsetzungsprozess. Zu diesem Zweck wurde der NGP 2015 auch einer Öffentlichkeitsbeteiligung unterworfen.

Weiterführende Informationen

Zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Wasserrechtgesetzes (WRG 1959) hat der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Zusammenarbeit mir den wasserwirtschaftlichen Planungen der Länder alle sechs Jahre einen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) zu erstellen und zu veröffentlichen. Der NGP 2015 schreibt den NGP 2009 fort und ersetzt diesen mit seiner Veröffentlichung.

Die Planung basiert dabei auf der Einteilung nach Flussgebieten und einem integrierten Ansatz zum Schutz, zur Verbesserung und zur nachhaltigen Nutzung der Gewässer. Sie bezieht sich auf das Grundwasser und alle Oberflächengewässer, d.h. Flüsse und Seen, ebenso wie direkt verbundene Landökosysteme und Feuchtgebiete im Hinblick auf ihren Wasserhaushalt.

Ziel der flussgebietsbezogenen Planung ist es, den wasserwirtschaftlichen Ordnungsrahmen in Abstimmung der verschiedenen Interessen darzustellen. Im Planungsdokument werden auf Basis einer umfassenden Ist-Bestandsanalyse die signifikanten Gewässernutzungen und die zu erreichenden Erhaltungs- und Sanierungsziele festgelegt. Die Planungsmaßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund von verordneten Umweltqualitätsnormen.

Mit der vorliegenden Planung soll aufbauend auf dem ersten Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) aufgezeigt werden, in welchen Sektoren eine weitere Reduktion der Belastungen der Gewässer erzielt werden kann und wie diese Vorgaben stufenweise erreichbar sind.

Dies erfolgt durch:

  1. die Aufstellung kosteneffizienter Maßnahmenprogramme zur stufenweisen Verbesserung des Zustandes unserer Gewässer und zum Schutz vor künftigen Beeinträchtigungen auf der Grundlage von Schätzungen ihrer potentiellen Kosten,
  2. die Umsetzungsstrategie für die erforderlichen Maßnahmen nach Prioritäten mit einer Darstellung von geeigneten bestehenden und möglichen Instrumenten sowie
  3. die Evaluierung von Fortschritten und die Einstufung von Gewässerabschnitten als erheblich verändert oder künstlich.

Bei der Zielsetzung, saubere und naturnahe Gewässer zu gewährleisten, werden auch ökonomische Gegebenheiten beachtet. Der NGP soll die Planung in die Lage versetzen, einen ausgewogenen und kostenwirksamen Zugang zu Gewässerschutz und Gewässerverbesserung zu finden, der die Wassernutzer – unter Berücksichtigung des Verursacherprinzips – in angemessener Weise zu Leistungen heranzieht.

Veröffentlicht am 21.01.2015, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft