Das Hochwasser in Österreich vom 22. bis 30. Juni 2009 – die hydrographische Analyse

Der Juni 2009 war im Norden und Osten Österreichs, laut einer statistischen Analyse, mit 226 Prozent des Normalwertes der regenreichste seit 190 Jahren.

Im gesamten 20. Jahrhundert findet sich kein vergleichbarer Juni.

Nach einer regenreichen ersten Junihälfte fielen auch in den drei Tagen vor der Hochwasserperiode ergiebige Niederschläge, die für eine entsprechend große Vorbefeuchtung der Einzugsgebiete sorgten. Die teilweise extremen Regenmengen in der Zeit vom 22. bis 30. Juni 2009 führten zu einer Hochwassersituation, die mehr als eine Woche anhielt und in mehreren Wellen ablief. Manche Gebiete wurden zwei- oder sogar dreimal überflutet. Auf Grund der starken Durchfeuchtung wurden viele Hänge instabil, es gab zahlreiche Rutschungen und Murenabgänge. Bemerkenswert war, dass die Hochwasserereignisse mit den seltensten Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht im Bergland, sondern im Flach- und Hügelland auftraten, in Gebieten, die bis jetzt eher durch geringere Niederschläge und Abflüsse gekennzeichnet waren.
 
Mit der vorliegenden Zusammenfassung der hydrologischen Situation im letzten Drittel des Juni 2009 liefert die Abteilung I/4 – Wasserhaushalt (HZB) die Grundlage für eine detaillierte Schadensanalyse, der in den Hochwassergebieten entstandenen Schäden.

Der zum Download bereit gestellte Bericht „Das Hochwasser in Österreich vom 22. bis 30. Juni 2009“ enthält eine Beschreibung der wichtigsten meteorologischen Voraussetzungen und die Analyse der Abflüsse mit einer Einschätzung der Auftrittswahrscheinlichkeit des Hochwasserereignisses.

ANMERKUNG:
Der ab 21. September 2009 zum Download verfügbare Hochwasserbericht enthält gegenüber der ursprünglichen Version Änderungen auf den Seiten 15 und 19!

Veröffentlicht am 01.02.2018, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)