Das Hochwasser im Juni 2013 – Die hydrografische Analyse

In Österreich und Bayern ereignete sich im Juni 2013 ein großes Hochwasser. Wie extrem war es? Die Hydrografie vergleicht mit ähnlich großen Ereignissen.

Geprüfte hydrografische Daten sind die Basis zukünftiger Entscheidungen

Die Hydrografie Österreichs betreibt ein umfangreiches, gewässerkundliches Messnetz mit dem Ziel die regional unterschiedliche Wasserbilanz Österreichs in Zahlen zu fassen, den aktuellen Zustand zu beschreiben und auf langfristige Veränderungen aufmerksam zu machen. Ohne die geprüften Daten dieser kontinuierlichen, gewässerkundlichen Beobachtungen wäre es nicht möglich, die Ursachen und den Verlauf wasserbedingter Naturereignisse zu beschreiben.

An extreme Naturereignisse erinnern

Um diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und der Fachwelt eine Zusammenfassung der hydrologischen Charakteristik außergewöhnlicher Naturerscheinungen zu geben, wurden bereits die Hochwasserkatastrophen 1897 und 1899 vom damaligen k.k. hydrographischen Central-Bureau ausführlich behandelt.

Dem Donau-Hochwasser im Jahr 1954 wurde ebenfalls eine ausführliche Beschreibung der hydrografischen Entwicklung gewidmet, die auch vom Hydrografischen Zentralbüro verfasst und veröffentlicht wurde.

Ähnliche Wetterlagen, mit unterschiedlichen Auswirkungen

Ähnliche Wetterlagen wie 2013 erzeugten bei einigen der dokumentierten großen Ereignisse sogar mehr Niederschlag als es im Mai/Juni 2013 der Fall war. Auch die Häufung extremer Erscheinungen innerhalb kurzer Zeit ist ein Phänomen, das nicht unbekannt ist, deren Ursache jedoch die Wissenschaft beschäftigt.

Der nun vorliegende Bericht über das Junihochwasser 2013 enthält in erster Linie die meteorologisch-hydrografischen Tatsachen der Hochwasserentstehung und vergleicht das Ereignis 2013 mit den fünf großen Ereignissen der vergangenen 120 Jahre.

Eine wesentliche Erkenntnis dieses Vergleichs ist, dass die meteorologischen Bedingungen, die außergewöhnlichen Niederschläge bewirken, sehr wohl Parallelen in der Vergangenheit haben.

Beobachtungen zu prüfen ist der erste Schritt jeder Analyse

Diese Analyse war nur in Zusammenarbeit mit allen zuständigen hydrografischen Stellen möglich. Ein besonderer Dank soll an dieser Stelle den hydrografischen Organisationseinheiten in den Bundesländern und der Hydrografie der viaDonau ausgesprochen werden, ohne deren Tätigkeit dieser Bericht nicht möglich gewesen wäre.

Mit dem Link im Download-Bereich dieses Artikels kann die hydrografische Analyse des Junihochwassers 2013 heruntergeladen werden.

Da das Hochwasser das gesamte bayerische und österreichische Donaueinzugsgebiet betroffen hat, wird darauf hingewiesen, dass auch das Bayerische Landesamt für Umwelt, das Ereignis einer detaillierten wasserwirtschaftliche Bewertung und Beschreibung unterzogen und diese im Internet (http://www.lfu.bayern.de/wasser/index.htm) veröffentlicht hat.

Veröffentlicht am 07.01.2015, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)