Hydrographische Übersicht Österreichs – Februar 2017

Auf den hochwinterlich kalten Jänner folgt ein überdurchschnittlich warmer Februar. Wie im Vormonat, gab es in vielen Regionen wenig Niederschlag. Damit blieben auch die Schneeverhältnisse in den meisten Gebieten unterdurchschnittlich.

Lufttemperaturen entsprechend dem Klimawandel.

Auf den kalten Jänner folgt, mit plus 3 °C Abweichung vom Mittelwert, ein ausgesprochen warmer Februar. Vor allem in der Zeit vom 20. bis zum 25. Februar lagen die Tagesmittelwerte der Lufttemperatur deutlich über dem Mittelwert der Vergleichsperiode 1981 bis 2010. Mit Abweichungen zwischen 2,5 °C und 3,5 °C war es im Westen und Süden Österreichs von Vorarlberg bis Oberösterreich am wärmsten. Dagegen war es mit Abweichungen von plus 1,5 bis 2,5 °C, in der südlichen Steiermark, im Burgenland, in Wien und Niederösterreich, relativ am kühlsten.

Die Trockenheit im Süden Österreichs wurde unterbrochen.

Der Februar verlief zwar nicht so niederschlagsarm wie der Jänner, trotzdem blieben die Niederschlagssummen in vielen Gebieten unterdurchschnittlich. Nur in Kärnten gab es ein Plus von circa 20 Prozent bezogen auf das Bundesland. Aber auch hier regnete beziehungsweise schneite es regional mit großen Unterschieden in der räumlichen Verteilung. Eine Niederschlagssumme wie sie dem Erwartungswert entspricht, wurde in Osttirol und in der südlichen Steiermark verzeichnet. Damit wurde die im Dezember und Jänner anhaltende niederschlagsarme Periode in Osttirol und Kärnten beendet. Österreichweit ergibt sich im Februar 2017 ein Mittelwert der um 20 Prozent unter dem Vergleichswert liegt.

Abflusswirksamer Niederschlag nur nördlich der Alpen.

Abflusswirksamer Niederschlag fiel im Februar nur an wenigen Tagen. An den Pegeln im Süden Österreichs – Osttirol und Kärnten - ist die überdurchschnittliche Niederschlagssumme in den Abflussganglinien nicht sichtbar, da dieser Niederschlag das erste Mal in diesem Winter im Süden in Form von Schnee fiel.

Vom Salzkammergut bis ins nordöstliche Flachland regnete es vom 21. bis 22. Februar bei relativ hohen Temperaturen gebietsweise ergiebig. Für kurze Zeit erhöhten sich die Abflüsse an der Traun, der Traisen, der Ybbs und im Norden von Niederösterreich an der Thaya, vom Winterniederwasser bis deutlich über die mittleren Tageswerte hinaus.

Weiterhin wenig Abfluss in den Gewässern im Norden und Osten Österreichs.

Deutlich unter dem Durchschnitt blieb die Monatsfracht an der Gail (Pegel Federaun) und im Osten an der March. Sowohl an der Thaya im Waldviertel, als auch an der March war der Februar 2017 bereits der 12 Monat in Folge mit einem stark unterdurchschnittlichen Abflusswert. Der Vergleich mit dem Mittelwert über die Monate März 2016 bis Februar 2017 ergibt an der Thaya ein Defizit von 57 Prozent, an der March sind es 46 Prozent die auf den Mittelwert fehlen.

Grundwasser

Das Grundwassergeschehen im Februar 2017 war in den verschiedenen Grundwassergebieten je nach Höhenlage, Speicherfähigkeit und Überdeckung auch kleinräumig sehr unterschiedlich. In fast allen Bundesländern gab es Gebiete mit sinkenden Verhältnissen, Gebiete mit steigenden Verhältnissen, Gebiete mit sinkenden Werten in den ersten zwei bis drei Februarwochen und danach steigenden Werten und Gebiete mit stärker bewegten Ganglinien, die Anstiege in der ersten Woche und zwischen dem 17. und 24. Februar zeigten.

Veröffentlicht am 01.02.2018, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)