Hydrographische Übersicht Österreichs – Februar 2019

Im Februar war es sonnig und überdurchschnittlich warm. Niederschläge gab es nur in Osttirol und Kärnten an wenigen Tagen zu Beginn des Monats. Der restliche Monat blieb niederschlagsarm. Die frühe Schneeschmelze in den Tallagen erhöhte den Abfluss um zehn Prozent über dem Vergleichswert.

Die besten Voraussetzungen für den Wintersport.

Wer die Möglichkeit hatte Wintersport zu betreiben, freute sich über einen milden, sonnigen Februar mit ausgezeichneten Schneeverhältnissen in den Schigebieten. Die Sonne schien um 45 % länger als in einem durchschnittlichen Wintermonat. Ähnlich sonnig war es zuletzt vor mehr als 10 Jahren. Dazu war es auch für einen Wintermonat außergewöhnlich mild. Die Anomalie der Lufttemperatur in den Tallagen Österreichs betrug +2,4 °C, auf den Bergen war es um +3,5 °C wärmer als im Durchschnitt.

Niederschläge gab es nur an wenigen Tagen im Süden Österreichs.

Ganz anders als im feuchten und schneereiche Jänner, blieb der Februar auffallend niederschlagsarm. Niederschläge gab es nur an wenigen Tagen in Osttirol und Kärnten. Während im Süden an wenigen Tagen ein großer Teil der gesamten Regen- und Schneemenge des Monats fiel, blieb es im Norden, Osten und in der Südsteiermark trocken. An der trockensten Messstelle der ZAMG ‑ in Langenlois in Niederösterreich ‑ waren es nur 3 Millimeter im gesamten Monat. In den Gebieten entlang der Donau in Niederösterreich sowie im Grazer Becken fehlen auf den vieljährigen Mittelwert 80 Prozent an Niederschlag. Im Vergleich dazu fiel in Osttirol und im westlichen Kärnten an wenigen Tagen die 2,5 bis 4-fache Niederschlagsmenge.

Die zeitige Schneeschmelze prägt das Abflussgeschehen und begünstigt die Wasserkraftnutzung.

Die Abflüsse in den Gewässern Österreichs wurden im Februar 2019 weniger vom Niederschlag als von der frühen Schneeschmelze zum Monatsende geprägt. Nur im Süden Österreichs – an der Gail, Drau, Gurk und Lavant sind in den ersten Februartagen rasche, kurzzeitige und unmittelbar vom Niederschlag ausgelöste Abflussreaktionen gemessen worden. In den inneralpinen Gebieten vom Tiroler Unterland, über Salzburg bis in das Niederösterreichische Mostviertel erhöhten sich die Abflüsse durch die früh einsetzende Schneeschmelze in der zweiten Monatshälfte. Ab der zweiten Februarwoche steigerte die Kombination von leichten Niederschlägen im bayrischen Einzugsgebiet und die früh einsetzende Schneeschmelze in den inneralpinen Tallagen die Wasserführung über den Mittelwert und sorgte so für optimale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung der Donaukraftwerke.

Grundwasser

In den alpin geprägten Grundwassergebieten im Westen begann der Februar oft mit sinkenden Grundwasserständen. Nach acht bis zwölf Tagen, gebietsweise erst ab dem 20. des Monats begannen sie dann zu steigen. Im Norden und Osten herrschten überwiegend steigende, teilweise auch gleichbleibende Verhältnisse. Im Süden trat in vielen Gebieten zu Monatsbeginn eine Grundwasserspitze auf. Teilweise sank das Grundwasser den restlichen Monat über ab, an einigen Messstellen stieg es in der zweiten Februarhälfte an.

Veröffentlicht am 26.03.2019, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)