Hydrographische Übersicht Österreichs – März 2018

Es war ein eher winterlicher März, mit wenig Sonnenschein und unterdurchschnittlicher Temperatur. Nördlich des Alpenhauptkammes regnete es wenig, damit blieben die Abflüsse im Norden und Nordosten Österreichs deutlich unter den Erwartungswerten.

Der Winter bestimmte das Wettergeschehen und verzögerte den Vegetationsbeginn.

Bis in die ersten Märztage dauerte die vor allem im Osten Österreichs die Ende Februar begonnene Kältewelle an. Nur zur Monatsmitte hatte es für kurze Zeit den Anschein, dass sich der Frühling langsam durchsetzen würde. Mit einem polaren Kaltluftvorstoß im letzten Monatsdrittel setzte sich der Winter abermals durch. Der insgesamt zu kalte März verzögert den saisonalen Zyklus der Vegetation um etwa zwei bis drei Wochen hinter den vieljährigen Durchschnitt.

Der Alpenhauptkamm teilt den trockenen Norden vom feuchten Süden.

Die Niederschläge verteilten sich im März 2018 in Österreich sehr unterschiedlich. Von Vorarlberg im Westen bis zum Weinviertel im Nordosten von Niederösterreich fehlen 25 bis 50 Prozent an Niederschlag der Vergleichsreihe 1981 bis 2010. Von Osttirol über Kärnten bis in das Südburgenland hingegen gab es 25 bis 70 Prozent mehr an Niederschlag. Die Grenze zwischen überdurchschnittlich viel im Süden und unterdurchschnittlich wenig im Norden liegt entlang des Alpenhauptkammes von Osttirol bis zum Wechselgebiet.

Bemerkenswert trocken blieb es weiterhin im Norden und Osten Österreichs, vom Mühlviertel über das Waldviertel bis in das Weinviertel.

Kein Ende der Niederwasserverhältnisse im Norden und Nordosten Österreichs.

Regional betrachtet zeigt er Abfluss an den beobachteten Messstellen der Hydrographie im März ein dem Niederschlag entsprechendes Bild. Im Westen vom Rhein bis zur Salzach waren es leicht unterdurchschnittliche Abflussfrachten. Nördlich des Alpenhauptkammes in Ober- und Niederösterreich blieben die Abflüsse im März bis zu minus 50 Prozent unter den vieljährigen Vergleichswerten. Im Nordosten Österreichs – im Mühl- und Waldviertel – verstärkte sich erneut die Niederwassersituation. Auf das vieljährige März - Monatsmittel am Pegel Raabs an der Thaya fehlt heuer circa 70 Prozent an Abfluss, am Pegel Angern an der March sind es etwas mehr als 60 Prozent.

Wenig Wasser auch in der Donau.

Die Abflüsse der Donau erreichten nur an einigen Tagen zur Monatsmitte den Mittelwert, die meisten Tage jedoch blieben sie deutlich unter den vieljährigen Tagesmittelwerten. Dem entsprechend blieb auch die Abflussfracht im März 2018 um ein Drittel unter dem Vergleichswert

Grundwasser

In vielen Grundwassergebieten besonders im Westen und Süden Österreichs stagnierte oder sank das Grundwasser in den ersten sechs bis zehn Märztagen, stieg dann bis etwas nach der Monatsmitte an, sank neuerlich ab und begann in den letzten Märztagen wieder zu steigen. In anderen Gebieten herrschten nach sinkenden Verhältnissen im ersten Monatsdrittel den restlichen März steigende Verhältnisse. In Oberösterreich herrschten im März überwiegend sinkende Verhältnisse. In Niederösterreich, Wien und dem Burgenland wurden in vielen Gebieten gleichbleibende oder leicht steigende, in wenigen Gebieten (vor allem im Burgenland) auch stärker steigende Grundwasserstände registriert.

Veröffentlicht am 10.04.2018, Wasserhaushalt (Abteilung I/4)